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Heizen mit Holz ist umweltverträglich

Das Heizen mit Holz ist umweltverträglich!

| 3 Kommentare

Das Thema „Feinstaub aus Kaminen“ geistert durch die Medien und verunsichert die Betreiber von Kaminen und Kachelöfen. Doch was ist Fakt? Ist Holz wirklich eine Umweltgefahr? Das Heizen mit Holz hat in der Vergangenheit an Bedeutung verloren. Der Stellenwert im Energiemix sank. Explodierende Preise der fossilen Energieträger wie Öl und Gas, politische Unsicherheiten bei der Lieferung und gestiegenes Umweltbewusstsein haben Holz zu einem wahren „Comeback“ verholfen. Immer mehr Menschen setzen auf den regenerativen Energieträger Holz um die Heizkosten zu senken und sich unabhängig von anderen Energieträgern zu machen. Zu Recht wie wir finden.

Klimaneutrale Verbrennung

Heizen mit Holz ist umweltverträglichHolz verbrennt klimaneutral! Holz verursacht beim Verbrennen nicht mehr CO2, als es während der Wachstumsphase der Luft entnommen hat. Es spielt keine Rolle, ob dass Holz verbrannt wird oder im Wald langsam vermodert. In beiden Fällen entsteht keine zusätzliche CO2 Belastung für die Umwelt. Das bei der Verbrennung freigesetzte Kohlendioxid wird von den Bäumen im Wald wieder aufgenommen und durch Photosynthese in Sauerstoff umgewandelt. Bei diesem Prozess werden für uns gefährliche Stoffe aus der Luft herausgefiltert und der Baum im Wald kann wachsen. Ein Kreislauf der immer wieder von neuem beginnt. Da bei der Verbrennung von Holz kein zusätzliches Kohlendioxid freigesetzt wird, gilt Holz als klimaneutraler Brennstoff und ist nicht an der Entstehung des Treibhauseffekts beteiligt.

Holz als alternativer Energieträgers

„Regenerativ“ ist das Schlagwort! Während Öl und Gas nur begrenzt verfügbar sind und das Ende der Reserven absehbar, wächst in Deutschland jedes Jahr mehr Holz nach als verbraucht wird. Ökologisch und nachhaltig angebaut, stellt Holz eine echte Alternative zu den konventionellen Energieträgern dar. Voraussetzung für die umweltgerechte Verbrennung von Holz ist natürlich eine Feuerstätte die alle Auflagen erfüllt und ein Betreiber der sich an die Vorgaben der Bedienungsanleitung hält. Neben dem Umweltaspekt spielt bei vielen Kaminbetreibern der Kostenfaktor eine große Rolle: Holz ist günstiger als fossile Energieträger.

Entscheidend ist der Kaminbetreiber

Alle Feuerstätten werden von unabhängigen Stellen geprüft, um die Einhaltung der strengen Umweltauflagen zu gewährleisten. Entscheidend für einen sauberen und umweltgerechten Betrieb eines Kamins ist aber auch der Besitzer. Er ist dafür verantwortlich, die Feuerstätte gemäß der Bedienungsanleitung zu betreiben und nur geeignete Brennstoffe zu verfeuern. So ist darauf zu achten, dass eine Feuerstätte nur mit ausreichend abgelagertem Holz mit einem Feuchtegehalt von unter 20 % betrieben wird. Bei der Nutzung von feuchtem Holz entsteht weniger Hitze, der Wirkungsgrad der Feuerstätte kann sich um bis zu 50% verringern und es entsteht wesentlich mehr Ruß und andere schädliche Abgase. Auch beschichtete oder behandelte Holzreste gehören nicht in eine Feuerstätte.

Ein Fehler, der auch oft gemacht wird, ist den Ofen über die Luftzufuhr zu drosseln um die Leistung zu regulieren. Das hat zur Folge, dass ein aufgelegter Holzscheit nur noch „schwelt“ und nicht sauber verbrennt. Bei einer so gedrosselten Feuerstätte entsteht viel mehr Ruß, Kohlendioxid und Kohlenmonoxid als nötig. Sinnvoller ist es die Leistung einer Feuerstätte über die Holzmenge zu regeln und dem Holz soviel Verbrennungsluft zuzuführen, dass es mit einer sichtbaren Flamme brennt. Nur mit ausreichend Sauerstoff kann Holz sauber verbrennen.

Holz ist zu Unrecht in Verruf geraten

Ein paar Kaminbesitzer, die ihre Feuerstätte nicht richtig betreiben, ändern jedoch nichts an der Tatsache, dass Holz ein umweltverträglicher Energieträger und eine echte Alternative zu Öl und Gas ist. In geeigneten Feuerstätten unter Beachtung der Bedienungshinweise des Herstellers verbrannt, kann der Betreiber mit gutem Gewissen heizen.

Autor: Michael Kozlowski

Ich bin Worldwideweb-User der ersten Stunde und arbeite seit über 20 Jahren für das Duisburger Traditionsunternehmen Hark. Ich schreibe hier zum Thema Kamine und Kachelöfen. Gerne greife ich Fragen oder Themenvorschläge von euch auf.

3 Kommentare

  1. Hallo Herr Kozlowski,

    habe vor zwei Wochen einen Kaminofen Hark 130 Ecoplus bestellt der im Dezember geliefert wird. Wir haben Parkettboden und eine nicht brennbare Wand.
    Ich habe eine Glasplatte 6MM Sicherheitsglas als Segmentbogen mit 100 cm breit und 110 cm lang. Reicht die Platte aus wenn wir den Ofen 15 cm von der Wand wegstellen und reicht es auch an den Seiten, da links und rechts nur ca. 25 cm Abstand sind. Weitere Frage betrifft den Abstand vom Kamin im 1 Stock. Da haben wir im Bad in der Nische direkt an der Wand wo der Kamin nach oben führt offene Regalböden für Handtücher befestigt. Können die bleiben. Ebenso die Tapette im Flur an der Wand vom Kamin.
    Besten Dank für die Info.
    Viele Grüße

    Markus Brunner

    • Hallo Herr Brunner,

      grundsätzlich sollten die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden. Also zu den Seiten vor dem Ofen 30 cm. Abstand nach hinten 20 cm. Hier sollten Sie den Schornsteinfeger fragen ob er damit zufrieden ist.
      Wenn die Regalböden im 1. Stock am Schornstein befestigt wurden, ist das grundsätzlich nicht erlaubt. An einem Schornstein dürfen keine Bohrungen oder Dübel angebracht werden. Dies kann zu Undichtigkeiten führen. Auch die Lagerung der Handtücher ist an dieser Stelle aus unserer Sicht kritisch. Die Tapete ist kein Problem. Gerne stehen die Kollegen aus der Fachabteilung auch telefonisch zur Verfügung. Das Thema Brandschutz ist mehr als komplex und hier geht es um Ihre Sicherheit. Ein kurzes Telefonat kann hier sicherlich Klärung bringen.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

      Viele Grüße

  2. Ein echt gutes Thema und besonders interessant , und ich sehe auch das es gutr Kommentare und Beratung giebt…LG

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