Kaminofen, Kamin- und Kachelöfen

Tipps & Tricks

Kamin Kachelofen aufbauen

Der richtige Aufbau von Kamin und Kachelofen Anlagen

| 69 Kommentare

Der richtige Aufbau von Kamin und Kachelofen-Anlagen ist nicht ganz so einfach wie es sich anhört. Für den Aufbau eines Kamins bzw. Kachelofens müssen verschiedene bauliche Voraussetzungen geschaffen werden. Daher ist es oft sinnvoll, den Kaminkauf bereits in die Hausplanung einzubeziehen, um spätere Umbaumaßnahmen zu vermeiden. Im folgenden finden Sie hierzu entsprechende Hinweise.

Verbundestrich im Stellbereich der Kamin- bzw. Kachelofenanlage

Kamin Kachelofen aufbauen - BodenbelagZur Wärme- und Trittschalldämmung wird unter dem Fußbodenestrich eine Styroporschicht eingebracht. Diese Styroporschicht kann sich durch das Gewicht des Kamins oder Kachelofens eindrücken, was eine Rissbildung im Fußboden zur Folge haben kann. Daher muss in dem Stellbereich der Kaminanlage ein Verbundestrich eingebracht werden, der eine besonders belastbare Dämmschicht hat.

Der Verbundestrich sollte dem Verlauf des Kamin- oder Kachelofensockels entsprechen. Planungsunterlagen hierzu erhalten Sie beim Kauf Ihres Kamins.

Versorgungsleitungen im Stellbereich der Kamin- bzw. Kachelofenanlage

Haustechnische Versorgungsleitungen wie Wasser-, Gas- oder Stromleitungen dürfen nicht in den Stellwänden einer Kamin- oder Kachelofenanlage verlegt werden. Trotz der Wärmedämmung, mit denen die Stellwände im Inneren der Kaminverkleidung versehen werden, können sich diese auf bis zu 80 Grad C erwärmen. Durch diese Erwärmung können die Versorgungsleitungen mit der Zeit Schaden nehmen. Zudem sind diese Leitungen nach der Montage der Kaminanlage nicht mehr zugänglich. Bei einer eventuell notwendigen Reparatur der Leitungen, müsste die Kaminanlage wieder demontiert werden.

Der richtige Schornstein

Die Größe des Schornsteindurchmessers sollte für eine optimale Betriebsweise auf den Heizeinsatz des Kamins oder Kachelofens abgestimmt sein. Zudem variiert die Höhe des Rauchrohranschlusses an den Schornstein von Kamintyp zu Kamintyp. Wenn der Kamin vor der Erstellung des Schornsteines ausgesucht wird, kann der Schornsteinbauer den Rauchrohranschluss bereits beim Bau des Schornsteines auf der richtigen Höhe berücksichtigen und den Durchmesser richtig dimensionieren.

Erstellung einer Frischluftzufuhr

Kamin Kachelofen aufbauen externe Verbrennungsluft

Kaminanlagen, die auch mit offenem Feuerraum betrieben werden können, benötigen eine zusätzliche Frischluftzufuhr, da das vorhandene Raumvolumen als Verbrennungsluft nicht ausreicht. Hierzu ist es erforderlich, eine Frischluftleitung in Form eines flexiblen Aluminiumrohres von Außen oder aus einem gut belüfteten Kellerraum (außer Heizungskeller) in den Stellbereich des Kamins zu legen. Die hierzu erforderlichen Wand- und Deckendurchbrüche können nach dem Kauf der Kaminanlage direkt bei der Hausplanung berücksichtigt werden.

Lüftungsanlagen (z. B. Badentlüftungen)

Küchendunstabluftanlagen oder Badentlüftungen entziehen dem Haus größere Mengen Luft und können so auch den Betrieb einer Kamin- oder Kachelofenanlage beeinflussen. Beim Einbau einer Lüftungsanlage in Verbindung mit einer Holzfeuerstätte ist daher zu beachten, dass dem Haus die durch die Lüftungsanlage entnommene Luftmenge wieder zugeführt wird. Dies kann durch den Erstellung einer Frischluftzufuhr oder den Einbau einer Lüftungsanlage erfolgen, die dem Haus die entnommene Luftmenge automatisch wieder zuführt.

Brandschutzmaßnahmen bei brennbaren Stellwänden

Kamin Kachelofen aufbauen - Brandschutz

Besonders bei Fertighäusern können sich in den Stellwänden der Kamin- oder Kachelofenanlage brennbare Baustoffe wie Holz oder Rigipsplatten befinden. Ist dies der Fall, muss die betreffende Stellwand im Bereich der Kaminanlage entweder ausgespart und durch eine nicht brennbare Stellwand ersetzt oder mit einer Brandschutzwand aus Gasbetonsteinen geschützt werden.

 

Autor: Michael Kozlowski

Ich bin Worldwideweb-User der ersten Stunde und arbeite seit über 20 Jahren für das Duisburger Traditionsunternehmen Hark. Ich schreibe hier zum Thema Kamine und Kachelöfen. Gerne greife ich Fragen oder Themenvorschläge von euch auf.

69 Kommentare

  1. Sehr geehrte Herr Michael Kozlowski, freunde von mir möchten in Iran eine kamin der mit Holtz befeuert wird bauen. Es wird dort normalerweise kein Frischluftrohr nach außen instliert. Falls Sie mir Pläne für solsche Kaminbau zur verfugung stellen können, bin sehr dankbar. Meine tel. 0241-xxx Mob. 0178xxx

    Mit freundlichen Grüßen

    Mohsen Fakhrai

    • Hallo Herr Fakhrai,

      direkte Bauvorschläge sind leider nur im Rahmen der Hark-Bausätze verfügbar. Die externe Frischluftzufuhr ist nicht immer erforderlich. Alle Hark-Heizsätze lassen sich ohne externe Verbrennungsluftzufuhr betreiben.

      Für Rückfragen steht gerne das Hark-Call-Center unter 0800 – 280 23 23 (kostenfrei aus dem Festnetz, BRD) zur Verfügung.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  2. Da wir ein 10 Jahre altes Haus erworben haben und dieses über keinen Schornstein verfügt, haben wir uns für einen Elektrokamin entschieden und es nie bereut. Dieser Kamin sorgt ebenso für ein angenehmes Feeling.

  3. Danke für den Artikel. Wir sind in Planung für einen Edelstahlkamin. Jegliche Informationen und Tipps sind für uns derzeit sehr hilfreich. Danke und LG

  4. Hallo Herr Kozlowski,

    ich habe eine kurze Frage: Ich habe mir einen Montreal Eckkamin gekauft und wollte nun wissen, ob dieser viel Wärme nach hinten abstrahlt. An einer Wand an die er gestellt werden soll befinden sich nämlich Styroporplatten zur Dämmung der Wand. Ist das ein Problem, können die Platten schmilzen oder etwas ausgasen bei Erhitzung?

    Vielen Dank!
    Mit vielen Grüßen

    Helga Kegel

    • Hallo Frau Kegel,

      Styropor für die Innendämmung sollte grundsätzlich in Frage gestellt werden. In Mehrfamilienhäusern ist Styropor als Dämmung aufgrund des Brandschutzes nicht mehr zugelassen.

      Im Bereich des Kamins darf auch im rückwärtigen Bereich kein brennbares Material sein. Das Styropor muss komplett entfernt werden. Neben dem Kamin kann es bleiben, wenn es nicht im Strahlungsbereich der Feuerstätte liegt.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  5. Hallo Herr Kozlowski,

    oje, so viel zu bedenken, vielleicht lassen wir diesen Traum besser fallen, wir haben da noch weitere Probleme, z.B. den notwendigen Abstand zum Funkenschutz vor dem Ofen abzudecken. Alle gefundenen Platten sind zu klein und Fliesen auf einem Holzboden scheint mir auch nicht das optimale (zu viele verschiedene Materialien einschließlich der Kaminmarmors).

    Viele Grüße

    Helga Kegel

    • Hallo Frau Kegel,

      es besteht auch die Möglichkeit die Funkenschutzplatte aus Marmor passend zum Kamin zu fertigen. Alternativ lohnt es sich vielleicht beim örtlichen Glaser nach einer Sonderanfertigung zu fragen.

      Sonnige Grüße aus Duisburg

      Michael Kozlowski

  6. Hallo,
    in unserem Niedrigenergie-EFH wird im EG eine Wärmedämmung mit einer Stärke von 25cm eingebaut, danach Estrich. Es kann also kein Verbundestrich wie auf Ihrer Seite beschrieben genutzt werden.
    Gibt es eine andere, bessere Lösung für den Unterbau des Kamins?
    Danke+beste Grüsse

    • Hallo b.schriewer,

      das ist kein Problem. Dann gibt es die Möglichkeit mit schwimmendem Estrich. Da werden Estrichdrehstützen in die Betondecke gebohrt und eine Lastverteilerplatte verbaut. Damit ist der Aufbau kein Problem.

      Viele Grüße
      Maik

  7. Guten Tag Herr Kozlowski!

    Wir haben ein Problem.
    Wir wohnen seit kurzem in ein großes Haus (Gemietet) 2 x 140 m² Wohnfläche.
    Oben schlafen wir, unten wohnen wir. Geheizt wird mit Öl Zentralheizung.
    Der Heizanlage steht im Keller, der Kamin läuft durchs Wohnzimmer.
    Links und rechts von dem Kamin stehen Radiatoren.
    Diese Radiatoren sind mittels Leitungen mit einander verbunden.
    Die Leitungen sind im Querschnitt in den Verputz von dem Kamin verlegt worden.
    Wir möchten aus Energietechnischen Grund im Wohnzimmer einen Pellet Ofen abstellen.
    Dafür muss einen Kernbohrung gemacht worden.
    Vorher sollte das der Kaminkehrer anschauen aber,
    Jetzt unserer Frage:
    Wir möchten niemanden Problemen machen daher:
    Sind die 2 Leitungen erlaubt, 1. auf 10 cm von Boden, 2. auf ca. 80 cm. vom Boden.
    Wenn das nicht erlaubt ist, bekommt unser Vermieter dann Problemen?

    Herzlichen Dank im Voraus.
    Cornelis

    (Sollte wer Schreibfehler finden, ich bin Holländer ohne Grammatik Kenntnisse)

    • Hallo Cornelis,

      generell lässt sich sagen das kein Schornstein angebohrt oder mit Schlitzen versehen werden darf. Ich würde empfehlen hier vorher mit dem Schornsteinfeger zu sprechen, dass er sich die Situation ansehen und beurteilen kann.

      Viele Grüße
      Maik

  8. Hallo Herr Kozlowski,

    unser Kamin steht mittlerweile! Wir haben diesen von einem Kaminbauer aufbauen lassen.
    Allerdings verwendete dieser weder das mitgelieferte Kesselkitt noch das Glasfaser-Gewebe-Band. Zudem befestigte er die Promasil Platten an der Wand auch nicht mit den Schlagbolzen, sondern klebte sie nur mit dem mitgelieferten Kleber an die Wand . Insgesamt benutzte er nur wenig Kleber und Mörtel/Putz.
    Sind diese Dinge nun ein Problem? Der Kaminbauer meinte die Rohre seien so zusammengeschoben, dass alles dicht wäre und meinte zu den Platten, ein anbringen mit Kleber genüge, weil es keine tragenden Elemente seien.

    Aber ich mach mir da nun schon meine Gedanken, ob nicht Qualm oder Gase unbemerkt in den Wohnraum gelangen könnten oder dass der Kamin zusammenbrechen könnte, und traue mich gar nicht den Kamin einmal anzumachen.

    Ich hoffe Sie können mir da weiterhelfen!

    Vielen herzlichen Dank im Voraus und viele Grüße

    Helga Kegel

  9. Hallo Frau Kegel,

    aus der Ferne lässt sich das schwierig beurteilen. Um den korrekten Aufbau zu gewährleisten muss die Anleitung beachtet werden. Wenn Sie bedenken bezüglich der Sicherheit haben, sollten Sie das direkt mit dem Kaminbauer der die Arbeiten ausgeführt hat oder mit dem Schornsteinfeger besprechen. Ohne das Gewerk gesehen zu haben können wir leider keine Beurteilung abgeben.

    Viele Grüße aus Duisburg

    Michael Kozlowski

  10. Guten Tag Herr Kozlowski,

    hätte eine Frage zum Thema Lastverteilung. Wir möchten einen Studio-Kamin bauen, welcher teilweise im Bereich unserer Fußbodenheizung stehen würde. Während man uns in einem Ihrer Studios sagte, die Bohrung durch den Estrich wäre zwingend notwendig, meinte man in einer anderen Ausstellung, eine Lastverteiler-platte auf dem Heiz-Estrich würde ausreichen. Nun sind wir verunsichert!?
    Kann man die Punkte für die Bohrungen der Drehstützen frei wählen bzw. variieren, sodass man ggf. den Leitungen der Bodenheizung „aus dem Weg gehen kann“ – oder sind diese fest vorgegeben?
    Dank und Gruß
    H. Rink

    • Hallo,

      die Aussage des Studios stimmt. Die Drehstützen sind nötig. Die Bohrungen können dabei variieren. Wichtig ist, dass Sie gleichmässig unter der Lastverteilerplatte verteilt werden. Ob eine Drehstütze etwas versetzt steht spielt dabei keine Rolle.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  11. Hallo Herr Kozlowski,

    muss man eigentlich alle Kaminöfen vom Schornsteinfeger abnehmen lassen? Der Ofenbauer meinte das sei gar nicht immer notwendig und wir könnten den Ofen auch schon betreiben bevor dieser abgenommen wird.

    Viele Grüße

    Joachim Knauth

    • Hallo Herr Knauth,

      grundsätzlich muss jede Feuerstätte vom Schornsteinfeger begutachtet und freigegeben werden. Vorher darf die Feuerstätte nicht in Betrieb genommen werden. Hier sollte die persönliche Sicherheit in jedem Falle Vorrang haben.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  12. Guten Abend,
    wir bauen ein Niedrigenergiehaus (KW 70) mit Fußbodenheizung (ohne Keller).
    Da wir damit keine Erfahrung haben, möchten wir uns die Option offenhalten, später einen Kamin einbauen zu können. Ein Mauerdurchbruch für das Abzugsrohr wird bereits eingeplant und später dann bei Bedarf ein Edelstahlaußenkamin montiert.
    Unsere Fragen:
    1.) Da wir noch nicht genau wissen, welcher Kamin / Ofen tatsächlich kommen würde – in welcher Höhe sollte man das Loch für das Abzugsrohr am besten vorsehen um nicht zu sehr eingeengt zu sein in der späteren Wahl des Ofens?
    2.) Die Meinungen sind offenbar geteilt, ob der Außenkamin ausreicht für die „Frischluftzufuhr“ oder ob man evtl. durch die Bodenplatte vorsorglich ein Rohr legen sollte für eine zusätzliche Belüftung.
    Hier sind wir noch sehr am Schwanken – zumal die Belüftung generell in den Niedrigenergiehäusern gelegentlich ein Problem darstellt (wir wisssen auch nicht, ob z. B. Fensterfalzlüftungen hilfreich sind).

    Vielen Dank für jegliche hilfreiche Antwort!

    Hanna Kunz

    • Guten Morgen Hanna,

      jetzt schon den Mauerdurchbruch zu erstellen würde dich schon sehr stark einschränken. Die Öfen haben fast alle unterschiedliche Anschlusshöhen. Selbst wenn es nur einige Zentimeter sind, ist es aufwändig diese auszugleichen. Die Kernbohrung kann jederzeit erstellt werden und ist mit dem entsprechenden Gerät mit kaum Schmutz verbunden. Du musst nicht befürchten, dass Einrichtung und Wand leiden.

      Der Außenkamin hat eigentlich mit er Frischluftzufuhr nichts zu tun. Zumindest bei Hark ist kein Edelstahlschornstein im Programm der auch die Frischluftzufuhr sicherstellt. Es gibt einige Systemschornsteine die über einen integrierten Frischluftkanal verfügen. http://www.schiedel.de wäre zum Beispiel ein Hersteller der Schornsteine mit Frischluftzufuhr im Programm hat.

      Wenn du die Möglichkeit hast eine Frischluftzufuhr in der Bodenplatte vorzusehen, würden wir das empfehlen. Dabei sollte eine Absperrklappe und eine Revisionsöffnung berücksichtigt werden. Im Außenbereich sollte ein Windfang und ein Gitter gegen Nagetiere verbaut werden. Der Durchmesser sollte zwischen 125-150 mm gewählt werden. Die Zuleitung sollte so kurz wie möglich gehalten werden.

      Viele Grüße aus Duisburg

      Michael Kozlowski

  13. hallo hark,

    ich habe seit gut einem jahr einen sky mit warmwasser. warm macht er schön, nur dass die scheibe z.t. ziemlich schmutzig ist, nervt.
    ich habe nun mal testweise versucht, beim anheizen die türe einen kleinen spalt offen zu lassen, dafür die primärluft komplett zu.
    ergebnis nach vollständigem abbrand: die scheibe ist blitzsauber.

    kann ich daraus schließen dass der kaminzug zu gering ist, wenn es durch die offene türe wesentlich besser wird?

    mfg
    j. striegl

    • Hallo Johannes,

      das mit der schwarzen Scheibe kann viele Ursachen haben. Im Normalfall sollten Primärluft nach dem Anbrennen geschlossen und die Sekundärluft geöffnet sein. Das wäre die Grundstellung. Die Holzscheite sollten quer zur Scheibe liegen und nicht mit den Schnittflächen zur Scheibe zeigen.
      Ob der Schornsteinzug zu gering ist, kann ich von hier aus leider nicht beurteilen. Du kannst versuchen im Schornstein ein Lockfeuer zu entfachen und dann den Kaminofen anzuzünden.

      Wenn das besser funktioniert könnte dein Schornsteinzug in der Tat zu gering sein.

      Viele Grüße

      Michel Kozlowski

  14. Guten Tag,
    wir möchten in unserer neu gekauften Dachgeschoss-Altbau-Wohnung einen Studiokamin aufbauen lassen. Dazu:
    Die Rückwand ist mit Rigibs verkleidet, dahinter wahrscheinlich Dämmwolle. Kann man eine Brandwand davor setzen? Oder muss die Rückwand an der Stelle ausgetauscht werden? Wer macht das? Aus welchem Material muss eine Brandwand sein?

    Der Unterboden in dem Raum ist derzeit ein Betonboden, denn wir aber wegen einer Niveau-Anpassung noch ca. 8 cm anheben müssen. Den Kamin würden wir gern auf den Betonboden stellen. Geht das? Kann man den Kamin auf Füße stellen, um ihn optisch auch die 8 cm zu erhöhen? Wie hoch ist die Punktlast unter dem Kamin, muss noch eine Lastverteilplatte drunter?

    Vielen Dank für Ihre Empfehlungen!
    engo

    • Hallo Engo,

      kein Problem. Die Rigips-Wand muss entweder entfernt oder durch eine Brandschutzwand geschützt werden. Die Brandschutzwand muss 10 cm starken Kalksandstein erstellt werden. Du solltest auch eine Hinterlüftung dieser Wand berücksichtigen. Bevor du jedoch los legst, solltest du dir einen konkreten Kamin aussuchen und die notwendigen Maßnahmen mit dem Kaminbauer und Schornsteinfeger direkt absprechen.
      Die Verlängerung der Stellfüße ist kein Problem. Wenn du einen Betonboden mit Verbundestrich hast, brauchst du auch keine Lastverteilerplatte (Wenn die Kaminverkleidung direkt auf dem Betonboden gestellt wird).

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  15. Hallo Herr Kozlowski,

    wir haben für unseren neu gekauften Hark GT 44 Eco Plus mit Specksteinverkleidung eine Hark Funkenschutzplatte gekauft – der große Kreisabschnitt mit 135 cm x 180 cm x 8mm – und den Ofen darauf gestellt.

    Leider mussten wir nach der Aufstellung feststellen, dass die Glasbodenplatte an einer Stelle bis zu 7 mm Abstand vom Boden hat, vermutlich durch unebenen Estrich (darauf Trittschalldämmung und Parkett). Der Estrich wurde zwar nachgebessert, aber nur mit großen Toleranzen.

    Können wir und mit einer Silikondichtlippe behelfen (Oder Flüssigsilikon)? Besteht akute Bruchgefahr? Wie viel hält die Hark Bodenplatte aus?

    Danke für Tipps.

    Fam. Burkhardt

    • Hallo Familie Burhardt,

      die Glasplatten sind eigentlich nicht für eine Biegebelastung ausgelegt. Sie sollten immer „plan“ aufliegen. Die Dichtlippe gleicht leider keine Höhenunterschiede aus. Als Alternative wäre eine Stahlplatte denkbar. Diese reagiert nicht so empfindlich auf Biegung wie eine Glasbodenplatte.

      Viele Grüße

      Micheal Kozlowski

  16. Hallo Herr Kozlowski,

    wir liebäugeln mit dem Einbau des Einsatzes Radiante 550/30.
    Können sie sagen, wie schwer dieser ist, da wir, wie schon in anderen Fragen aufgetaucht, diesen eben auf unseren vorhandenen Estrich stellen wollen.
    Dieser ist 9cm stark, wobei der eigentliche Estrich ca. 6cm stark und auf ca. 3cm Schlacke verlegt ist ( Haus ist Baujahr 1960).
    Müssten wir den Estrich dort herausnehmen und einen Verbundestrich einbauen?
    Wenn ja, wie groß wäre diese Fläche?

    Vielen Dank für eine Antwort

    • Hallo Manzi,

      der Einsatz alleine wiegt circa 270 kg. Die Fläche des Verbundestrichs ergibt sich aus der Verkleidung. Beides muss zusammen auf dem Verbundestrich stehen. Ansonsten kommt es zu Rissen. Alternativ kann eine Lastverteilreplatte mit Estrichdrehstützen verbaut werden. Dabei müssen nur einige Löcher in den vorhandenen Estrich gebohrt werden. Auf die Drehstützen kommt dann die Lastverteilerplatte und darauf dann der Heizeinsatz mit Verkleidung.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  17. wo kann man die Drehstützen kaufen?

    • Hallo Vadim,

      die Drehstützen kannst du zum Beispiel bei Hark bestellen oder auch in einer Schlosserei deiner Wahl anfertigen lassen.
      Bei Hark gibt es eine kostenfreie Bestell-Hotline. Die Rufnummer lautet 0800-2802424 und ist kostenlos aus dem Festnetz zu erreichen. Alternativ kannst du auch eine Email an die zubehoer@hark.de senden.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  18. hallo zusammen,
    habe eine frage unter den Spezialisten.
    Bräuchte ein Detail einer kamindurchführung duch eine Aussenwand von einem Edelstahlkamin!
    Ist für meine Werkplanung gedacht!
    da mir Google nicht wircklich weiterhilft bitte ich um hilfe!
    danke im vorraus
    gruß berni

    • Hallo Berni,

      kannst du das etwas genauer beschreiben? In der Regel wird ein T-Stück durch die Wand geführt. Dieses T-Stück ist doppelwandig ausgeführt um das Mauerwerk zu schützen. Wenn es sich allerdings um eine brennbare Außenwand oder um eine Außenwand mit brennbarer Dämmung handelt kann das nicht ausreichen. Was benötigst du denn genau? Zeichnung? Foto? Dann kann ich mal schauen was ich besorgen kann.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  19. Hallo Herr Kozlowski!
    Wir haben Interesse an einem Kachelofen.
    Allerdings haben wir ein Fertighaus. Komplett aus Großtafel Holzwänden.
    In der Wand an den der Ofen stehen sollte führt auch noch eine Wasserleitung durch.
    Der Boden ist aus Fliessestrich mit Laminat.
    Ist es überhaupt möglich einen Ofen vor dieser Wand aufzustellen?
    Eine 11,5cm dicke Wand aus Kalksandsteinen zu mauern, die dann zwischen dem Ofen und Zimmerwand wäre, wäre kein Problem.
    Die Aussenfassade ist aus ca. 10cm dicken Styrodur (!?) Wärmegedämmt.
    Welche Schutzmassnahmen muss ich treffen wegen dem Kaminanschluss und Hitzeschutz der Holzwände? Welchen Abstand sollte der Kamin von der Aussenfassade haben?
    Gruß
    Franky

    • Hallo Franky,

      fangen wir mit dem einfachsten an: Der Boden. Wenn du nur einen Kaminofen aufstellst, reicht eine große Glasbodenplatte als Brandschutz aus. Damit wäre das Thema erledigt. Bei einem fest installierten Gerät muss das Laminat entfernt und der schwimmende Estrich durch Verbundestrich ersetzt werden. Alternativ könnte man mit Estrichdrehstützen und einer Lastverteilerplatte arbeiten.
      Wie du schon selbst erwähnt hast, müsste die brennbare Wand durch eine Brandschutzabmauerung geschützt werden. Die Brandschutzabmauerung muss an den Seiten 20 cm größer als die Kachelschale der ortsfesten Feuerstätte sein. Alternativ könnte die Holzwand entfernt und durch eine massive nicht brennbare Wand ersetzt werden. Das ist natürlich viel aufwändiger. In der Höhe muss bei einer ortsfesten Anlage bis zur Decke gemauert werden.

      Bei einem Kaminofen ist auch das wesentlich einfacher. Hier reicht für die Durchführung ein so genannter Lux-Fix aus. Dieser ersetzt einen Teil der brennbaren Wand. So kann das Rauchrohr gefahrlos nach außen geführt werden. Von Ihnen wird dann noch eine Brandschutzplatte aufgeklebt. Die Größe des Lux-Fix richtet sich nach dem Rauchrohrdurchmesser. Der Lux-Fix ist auch in verschiedenen Stärken erhältlich. So stellt auch die Außendämmung kein Problem dar. Wenn du einen doppelwandigen Edelstahlschornstein montierst, beträgt der Abstand zur brennbaren Dämmung lediglich 5 cm.
      Wie immer hier natürlich nochmals der obligatorische Hinweis: Sprich als erstes mit deinem Schornsteinfeger, der kann dir auch zu den notwendigen Maßnahmen detailliert aufzeigen.

      Zusammenfassend: Für einen Kaminofen ist der Aufwand überschaubar. Glasbodenplatte, Lux-Fix. Allerdings wird die Wasserleitung in jedem Fall den Einbau komplizieren. Aber auch das sollte lösbar sein.
      Hier nochmals die Hinweise in kompakter Form: Brandschutzabstände bei Kaminöfen

  20. Ich möchte an einer 3 m langen Wand einen Kamin aufstellen (Schornstein ist vorhanden) und daneben natürlich mit Abstand die TV-Möbel aufstellen und den Fernseher aufhängen.
    Was muss beachtet werden? Abstand? Wärmeentwicklung? Verschmutzung?

    Danke für Ihre Antwort!!
    Heide Popke

    • Hallo Heide,

      im du musst nur die Abstände zu brennbaren Materialien beachten. Also muss der Fernseher mindestens 80 cm von der Feuerraumtür und Ofenrohr entfernt aufgehangen werden. Damit bist du auf der sicheren Seite. Bezüglich der Verschmutzung gibt es eigentlich keine besonderen Vorgaben zu beachten. Brennstoff solltest du erst nachlegen, wenn der im Ofen liegende Scheit komplett herunter gebrannt ist und nur nur noch ein Glutbett vorhanden ist. Die Feuerraumtür sollte erst entriegelt werden, kurz warten, dann langsam ganz öffnen. So sollte keine Asche und Ruß in den Aufstellraum gelangen.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  21. Frage:
    wir sind unmittelbar davor, uns einen Kaminofen anzuschaffen; lediglich könnte es Schwierigkeiten geben mit dem waagrecht liegenden Rauchrohr:
    Der Kaminofen möchte gerne zentral im Haus aufgestellt werden, doch ich benötige ca. 3meter waagrecht zu verlegendes Rauchrohr, ehe der Schornstein angesteuert werden kann – daher die Frage: ist das zulässig? Ich meine aus physikalischer sowie rechtlicher Sicht?

    • Hallo Andi,

      sorry deinen Betrag hab ich nicht sofort gesehen. Wir raten nicht mehr als 1,50-2,00 m in der waagerechten. Ob der Ofen dann noch vernünftig zieht hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen vom Schornstein und dessen Beschaffenheit zum anderen natürlich vom Aufstellort, der Wetterlage usw. Es könnte durchaus funktionieren. Vielleicht hilft eine Schornsteinberechnung an dieser Stelle weiter? Besser wäre es das Rauchrohr kurz zu halten. So entstehen weniger Stromungsverluste und der Ofen brennt gleichmässig und vernünftig.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  22. Hallo,
    kann eine Brandwand nur mit Kalksandsteinen errichtet werden?
    Es gibt doch auch sog. Fireboards von Knauff oder Fermacell. Soweit ich weiß erreicht man mit diesen bei einer Stärke von 30 oder 40 mm F 90 Niveau. Es wäre doch einfacher auf die Fertighauswand diese Platten aufzuschrauben, als eine Wand vorzumauern. Oder reicht dies nicht?
    Vielen Dank im voraus.

    Heinz

  23. Hallo Michael,

    wir haben an einem Atbau aus den 55 ern einen Anbau gebaut.
    Hier wurde von der Marke TONA-Tec ein gemauerter Kamin hingestellt…
    nun will der estrichleger seinen estrich legen und meint, laut neuster Verordnungen muss
    er, unter dem Estrich (Zementestrich) die Dämmung dort wo der Kaminofen später platziert werden soll
    aussparen….leider haben wir noch keinen Ofen ausgesucht wissen also die genauen masse noch nicht…Nun stellt sich uns die Frage ob wir uns hier eine Kältebrücke ins Haus holen wenn die Dämmung unter dem Estrich einfach weggelassen wird….

    Hast Du hier für uns einen Tipp? Bzw. geht das mit rechten Dingen zu?

    Viele Grüße
    Manu

    • Hallo Manu,

      der Estrichleger hat recht. Es ist sinnvoll die normale Dämmung an dieser Stelle auszusparen. Für einen Kaminofen ist das zwar nicht unbedingt nötig, aber wenn du später vielleicht einen gemauerten Kamin an dieser Stelle installieren möchtest wäre es besser. Um die Dämmung zu erhalten, gibt es mittlerweile spezielle Dämmung mit lastverteilender Wirkung aus Hartschaum. Du musst nur darauf achten, dass an den Übergängen eine Dehnungsfuge berücksichtigt wird. So hast du eine Traglastfähigkeit des Bodens die annähernd der eines Verbundestrichs entspricht und eine Wärmeschutzdämmung.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  24. Hallo Herr Kozlowski,

    folgende Situation in meinem Altbau im EG: Beton-Trägerdecke von 1955, darüber 30mm gebundene, lastverteilende Perlite-Ausgleichsschüttung, 20mm Trittschalldämmung aus Holzfasern, darüber 30mm Gussasphalt-Estrich. Nun soll ein gesetzter Kamin installiert werden, Gewicht ca 250-270 kg. Die Gussasphalt-Firma hat keine Bedenken bezüglich des Gewichtes. Ist es hier wirklich sinnvoll, den kompletten Aufbau zu entfernen und einen 8cm dicken Estrich mit Dehnungsfuge an den Gussasphalt heranzulegen? Wie sind Ihre Erfahrungen? Vielen Dank!!

    • Hallo Michael,

      eventuell wäre eine Möglichkeit mit Estrichdrehstützen zu arbeiten. Dabei werden Löcher bis auf die Betondecke gebohrt. In diese Löcher werden dann die Estrichdrehstützen gestellt und auf diese dann eine Lastverteilerplatte aus Metall gelegt.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  25. Hallo Herr Kozlowski,
    In den Aufbauvideos ist immer von der Ausrihtung einer Lastverteilerplatte die . Wir haben das Modell 11/232.
    Gehört zu diesem Modell auch eine solche Platte?? Bei der Lieferung war dieses nämlich dann wohl nicht dabei.

    VG

    • Hallo Markus,
      die Lastverteilerplatte ist nicht im Standardlieferumfang enthalten. Wenn im Stellbereich der Feuerstätte kein schwimmend verlegter Estrich, eine Fußbodenheizung oder gar ein Holztragewerkboden verbaut ist, wird die Platte auch nicht benötigt.

      Viele Grüße
      Michael Kozlowski

  26. Hallo Herr Kozlowski

    Habe eine Frage zum Einstellen der Füße. In der Aufbauanleitung steht, dass der Einsatz auf den Rücken gelegt und wieder aufgestellt werden soll. Wie soll das bei einem Gewicht von 272 KG funktionieren.

    Danke Nr Gruß
    Markus

    • Hallo Markus,

      der Heizeinsatz muss dazu nicht gehoben werden. Er wird über die hintere Kante einfach langsam und vorsichtig nach hinten gekippt. Dabei muss nur ein Bruchteil des Gewichts gehalten werden. Die Füße können dann bequem montiert und eingestellt werden und der Einsatz wird dann einfach wieder „hochgekippt“. Beim Hinlegen sollte eine geeignet Unterlage (dicke Pappe, alter Teppich oder eine dicke Decke) unterlegt werden. So wird verhindert, dass der Bodenbelag Schaden nimmt.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  27. Danke, mir haben deine Informationen weitergeholfen!
    Alles Gute, Andreas

  28. Hallo Herr Kozlowski,

    zwei Fragen:

    1. Weil wir in Holzständerbauweise gebaut haben, haben wir zu unserem Studiokamin einen Galgen dazugekauft, der die oberen Verkleidungsteile trägt. Hierfür gibt es aber keine vernünftige Montageanleitung. Angeblich sei die Montage selbsterklärend. Ganz so einfach finden wir das aber nicht, denn in einem Sammelsurium von Schrauben, Muttern und Gewindestangen können wir zwar raten, was wir da jetzt brauchen, und wo wir Schrauben oder andere Verbindungselemente reindrehen, Sichersein wäre uns aber lieber.

    2. Unter dem Ofen befindet sich schwimmender Estrich, also haben wir eine Lastverteilerplatte mitgeordert, die dann auf Stützen auf der Bodenplatte stehen soll. Soweit so gut. Nur befanden sich in der Lieferung keine Estrichdrehstützen in der Optik, wie sie in der Anleitung abgebildet sind. Kann es sein, dass unsere Estrichdrehstützen anders aussehen und evtl. aus dem o.g. Sammelsurium zusammengebaut werden müssen (also Gewindestange + Beilagscheibe + 2 Muttern)???

    Ich hoffe, Sie können uns helfen.

    Freundliche Grüße, Barbara R.

  29. Guten Morgen,
    ich bin zufälig auf dieses interessante Forum gestossen und habe zwei Fragen.

    1.)
    Wir haben bereits einen gemauerten Kaminofen im Wohnzimmer an einem Kaminzug angeschlossen.
    An diesen Zug soll nun in einem anderen Raum ein zweiter Kaminofen (Bauart 1 mit selbstschließender Tür) angeschlossen werden.

    Gibt es bzgl. des neuen Rauchrohres Vorgaben oder Empfehlungen, in welcher Höhe die Einführung in den Kamin erfolgen muss bzw. sollte?
    Es muss ohnehin neu gebohrt werden, da für den zweiten Kaminofen noch kein Anschluss vorhanden ist.
    Die Zuführung den gemauerten Kamins liegt in ca. 130 cm Höhe um 90 Grad versetzt zum neuen Anschluss.

    2.)
    Der neue Kaminofen steht ca. 3 m von einer nach aussen führenden Dunstabzugshaube entfernt. (Flur – Küche = offene Bauweise)
    Gibt es zwingende Vorgaben bzgl. Lüftungsautomatiken?

    Im Voraus vielen Dank für Ihre Mühe!

    Mit freundlichen Grüßen

    Henning Dicke

    • Hallo Henning,

      wenn du das Rauchrohr des zweiten Kaminofens um 90° versetzt anschließt, muss zwischen den beiden Rauchrohranschlüssen ein Abstand von mindestens 30 cm eingehalten werden. Wenn die Anschlüsse gegenüberliegend angebracht werden sollen, muss ein Abstand von 60 cm geplant werden. Gemessen wird von Oberkante unteres Rohr bis Unterkante oberes Rohr.

      Die Dunstabzugshaube muss mit einem Fensterkontaktschalter abgesichert werden. Solche Schalter sind auch mit einem Temperatursensor lieferbar. Das heißt der Schalter schaltet die Dunstabzugshaube nur dann aus, wenn der Ofen auch in Betrieb ist. So kann das Fenster geschlossen bleiben wenn der Ofen aus ist.

      Viel Grüße

      Michael Kozlowski

  30. Hallo Herr Kozlowski,

    ich steh vor der Frage: „Wie mach ich es richtig“. Wir erhalten einen Hark Kamin der Studio-Serie 11/57.15.0. Unter dem Kamin muss ich, um die EnEV einzuhalten, eine druckfeste Dämmung einbringen (Styrodur), Jetzt geht es mir um die Dehnfuge zwischen dem Auftsellbereich des Kamins und dem angrenzenden Estrich (Zementestrich). Wo muss ich die Dehnfuge vorsehen??? Muss ich diese a) direkt um den Kaminsockel (der Sockel ist 100 cm lang und 85 cm breit) oder b) diese genau am Übergang der druckfesten Dämmung zur normalen Dämmung vorsehen???

    Ich wäre Ihnen über eine Antwort sehr dankbar!!!

    Viele Grüße

    Frank

    • Hallo Frank,

      die Dehnungsfuge muss unbedingt am Übergang der druckfesten Dämmung zur normalen Dämmung vorgesehen werden. An dieser Stelle arbeitet der Estrich auch unterschiedlich. Wenn der Estrich später mit Fliesen belegt wird, muss entlang der Estrichfuge auch eine Fuge in den Fliesen verlaufen. Daher sollte der Verbundestrich nach Möglichkeit so groß wie der Kaminsockel erstellt werden. Dann können später die Fliesen ohne weitere Dehnungsfuge bis an den Kaminsockel gelegt werden.

      Viele Grüße

      Joachim Zimmer
      Hark GmbH & Co KG

  31. Hallo Herr Kozlowski,
    wir möchten gerne in unseren Neubau den Hark Studio 11/57.15.0 einbauen. Als Kamin hätten wir den Erlus LAF vorgesehen. Kann ich diesen problemlos mit dem Frischluftzugrohr anschließen, d.h. kann die Frischluftzufuhr über den zweizügigen Kamin gewährleistet werden?
    Vielen Dank für ihre Antwort und viele Grüße!
    H.Hammer

    • Hallo Herr Hammer,

      grundsätzlich ist die Verwendung solcher Schornsteine kein Problem. Was nicht passieren darf, ist eine Erwärmung der Frischluftzuführung. Wenn das passiert, wirkt dieser Zug im Frischluftzug des Schornsteins dem Unterdruck des Heizeinsatzes entgegen. Die Feuerstelle bekommt zu wenig Verbrennungsluft und verschlechtert entsprechend Ihr Brennverhalten. Es muss auch beachtet werden, dass über die Öffnung der Frischluft kein Rauchgas angesaugt werden kann. Die Öffnung muss einen entsprechenden Abstand zum Schornsteinauslass haben.
      Speziell zum Erlus kann ich leider nichts sagen, da wir dieses Produkt nicht vertreiben. Hier kann aber sicherlich der Hersteller mit entsprechenden Infos weiterhelfen.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  32. Hallo Herr Kozlowski,

    könnten Sie die einzelnen Elemente bei Ihrem Bild zum Estrichaufbau oben „Verbundestrich im Stellbereich der Kamin- bzw. Kachelofenanlage“ benennen? Nr. 7 ist die Betonplatte, Nr. 8 die Ziegelwand, soweit bin ich auch schon, aber könnten Sie die Nr. 1 bis 12 einmal durchgängig erklären? Danke und mit freundlichem Gruß

    Frank Riemenschneider

    • Hallo Herr Riemenschneider,

      hier die Beschreibung:

      1) Sockel Ofenanlage
      2) Bodenbelag
      3) Trennlage
      4) Verbundestrich
      5) schwimmender Estrich
      6) Trittschalldämmung
      7) nichtbrennbarer Boden
      8) nichtbrennbare Decke
      9) Putz
      10) Vormauerung
      11) Dämmung
      12) extrudierter Kork

      Der Aufbau kann je nach Baujahr differieren. Zum Beispiel wird heute kaum noch extrudierter Kork eingesetzt. Der Estrich wird direkt auf der Betondecke aufgebracht.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

      • Danke für die superschnelle Antwort, dazu noch 2 Fragen: Warum brauche ich die Vormauerung Nr.10 und bringe die Isolierung nicht direkt an der Ziegelwand Nr.8 bzw an dem Putz Nr.9 an? Und ich stelle den Kamin zB Radiante 500/57 K EcoPlus auf den Bodenbelag, nicht direkt auf den Verbundestrich? Das ist mir neu und würde manches vereinfachen, da ich nicht mm-genau abschätzen müsste, wo die Schürze anfängt und der Bodenbelag aufhört, bevor der Kamin geliefert wird…

        VG
        Frank Riemenschneider

  33. Hallo,
    mir ist beim Lesen des Beitrags eine banale Frage aufgekommen.
    Ich habe vor in den nächsten Jahren ein Fertighaus bauen zu lassen. Ist da der Einbau eines Kamins eigentlich möglich?
    Zumindest früher sollte das aufgrund des Holzes doch nicht sonderlich sicher gewesen sein oder?

    Grüsse
    Rüdiger

    • Hallo Rüdiger,

      einen Kamin im Fertighaus zu realisieren stellt eigentlich kein Problem dar. Es gilt natürlich einige Brandschutzvorschriften zu beachten. Am einfachsten ist es, wenn du die Feuerstätte und den Schornstein direkt bei der Planung des Fertighauses berücksichtigst. Du kannst dann an den kritischen Stellen direkt den erfordertlichen Brandschutz verbauen. Das ist wesentlich einfacher und kostengünstiger als die nachträgliche Umsetzung. Wenn du dich zum Beispiel für eine ortsfeste Feuerstätte entscheidest, könntest du die Stellwand direkt massiv als Kalksandsteinwand ausführen. Du könntest direkt beim Bau des Haueses eine Wandurchführung für den Schornstein verbauen usw..
      Wenn alle Brandschutzvorschriften beachtet werden, ist der Betrieb einer modernen Feuerstätte in einem Fertighaus genauso sicher wie in einem Massivhaus.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  34. Sehr geehrter Herr Kozlowksi,

    ich habe zu dem Unterbau ein Frage. Was genau ist „extrudierter Kork“ und v.a. wo kann man diesen beziehen?
    Ich kann immer nur extrudiertes Polystyrol finden, aber keine Korkplatten mit dieser Bezeichnung.
    Vielen Dank vorab.

    Viele Grüße
    Stephanie

    • Hallo Stephanie,

      um extrudiertem oder expandiertem Kork herzustellen wird Kork klein gemahlen. Dann wird es mit Wasserdampf unter Druck gebacken. Die Zellen des Korks vergrößern sich dabei (expandieren). Das im Kork enthaltene Harz fixiert den Werkstoff dann. Dadurch wird er stabil und verbessert seine dämmenden Eigenschaften.

      Der Werkstoff ist bei Händlern die sich auf ökologisches Bauen spezialisiert haben problemlos zu beziehen. Der Aufbau in unserem Beispiel ist eine Möglichkeit. Sicherlich sind alternative Aufbauten möglich.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  35. sehr geehrter Herr Kozlowski,

    ich habe eine Frage, wir haben gestern einen Wanddurchbruch für das Rauchrohr gemacht und nun stehen wir vor dem „Problem, das ca. 4 cm über den Durchbruch ein 3 poliges Flachbandkabel lang geht und in dem Durchbruch geht eine ca. daumendicke Amierung schräg durch. Wie weit muss das Kabel vom Rauchrohr entfernt sein und kann ich die Amierung einfach rausschneiden ?

    Vielen Dank im Vorraus. Mit freundlichen Grüßen, Rico.

    • Hallo Rico,

      das Flachbandkabel muss einen Mindestabstand von 25 cm zum Rauchrohr einhalten. Bei der Amierung ist es etwas schwieriger aus der Ferne. Wenn es sich um eine komplette Betonwand handelt, ist es kein Problem eine Amierung herauszutrennen. Wenn es sich jedoch um einen Unterzug, Sturz oder um einen Pfeiler handelt geht das nicht ohne weiteres. Da sollte besser ein Statiker konsultiert werden.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  36. Sehr geehrter Herr Kozlowski,
    ich habe seit über 20 Jahren einen Kamin („Davos“ von Olsberg)
    welcher im Esszimmer direkt an einer gemauerten ( 10Cm) und vergipsten Wand steht. dahinter ist der Schornstein. Den Kamin möchte ich ersetzen.
    Eigentlich würde ich mich gerne für den Dauerbrandofen „Opera B“ 7 kw
    entscheiden. Nun lese ich in der Beschreibung, daß der hintere Wandabstand
    20 cm betragen muss., Das das geht bei mir platzmäßig leider nicht. Was können Sie mir raten, bzw. welche Alternativen habe ich.
    Besten Dank.
    Otto

    • Hallo Herr Reinicke,

      wenn der Gips direkt auf das Mauerwerk aufgebracht ist, kann der Abstand auf 10 cm verringert werden. Wenn die Wand jedoch mit Rigips verkleidet ist und das Ständerwerk aus Holz gebaut wurde, ist der Abstand von 20 cm einzuhalten. Sollte das Ständerwerk aus nichtbrennbaren Werkstoffen bestehen und Hohlräume zwischen Wand und Rigips vorhanden sein, besteht hier die Gefahr eines Wärmestaus der. Dann müssen ebenfalls die 20 cm eingehalten werden.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  37. Hallo Herr Kozlowski,

    in einem Mehrfamilienhaus wurde in der mittleren Etage ein Grundofen ohne Trittschalldämmung und ohne Entkopplung zum Kamin aufgebaut. Der Kamin läuft durch alle Wohnungen, deren Mieter nun durch den verminderten Schallschutz beeinträchtigt sind. Gibt es Maßnahmen, mit denen man nachträglich den erforderlichen Schallschutz erreichen kann oder hilft nur der Abriss und Neubau des Grundofens? Das Gebäude ist in Massivbauweise erstellt, die Decken sind Stahlbetondecken.

    • Hallo Frau Düngen,

      wenn der Schornstein korrekt erstellt wurde, ist keine Schalldämmung nötig. Wichtig ist, dass der Schornstein in den Durchgangsetagen nicht den Boden und Decke oder deren Belege berührt. Beginnt der Schornstein in der mittleren Etage, muss eine Entkopplung bei der Erstellung berücksichtigt werden. Der Statiker muss geeignete Materialien, die auch den Brandschutzanforderungen, gerecht werden benennen. Welche Materialien das sind liegt im ermessen das Statikers.

      Ein nachträglicher Schallschutz am Schornstein ist leider nicht möglich. Am Schornstein dürfen weder Löcher gebohrt werden, noch brennbare Materialien angebracht werden.
      Der Grundofen wird in der Regel auf einer Lastverteilerplatte mit Estrichdrehstützen platziert. Auch hier muss der Statiker angeben, welche schallisolierenden Maßnahmen nötig sind und welches Material genutzt werden kann.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

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