Kaminofen, Kamin- und Kachelöfen

Tipps & Tricks

Externe Verbrennungsluft für Kamine

Externe Verbrennungsluftzufuhr für Kamine und Kaminöfen

| 99 Kommentare

Feuerstätten werden als „raumluftabhängig“ bezeichnet, egal, ob sie die Verbrennungsluft direkt aus dem Aufstellraum beziehen oder über eine externe Verbrennungsluftzufuhr aus dem Freien. Als „raumluftunabhängig“ dürfen nur Feuerstätten bezeichnet werden, welche vom Deutschen Institut für Bautechnik eine Bauartzulassung für besondere Dichtigkeit erhalten haben. Kurz nennt man diese „DIBT-Zulassung“. Raumluftunabhängige Feuerstätten und viele raumluftabhängige Feuerstätten besitzen einen zentralen Anschlussstutzen für die Verbrennungsluft. An diesen Anschlussstutzen kann eine Verbrennungsluftleitung angeschlossen werden, über welche die Feuerstätte die Verbrennungsluft direkt aus dem Freien, und nicht aus dem Aufstellraum, bezieht.

Vor und Nachteile einer externen Verbrennungsluftzufuhr

Kamine und Kaminöfen - Externe Verbrennungsluftzufuhr Zuluftklappe

Externe Verbrennungsluftzufuhr Zuluftklappe

Zu den Vorteilen gehört, dass man für die Verbrennung keine warme Raumluft verwendet. Außerdem muss weniger gelüftet werden, um frische (kalte) Luft nachströmen zu lassen. Beides ist energiewirtschaftlich vorteilhaft. Durch den Bezug der Verbrennungsluft aus dem Freien ist die Feuerstätte auch von Druckschwankungen im Aufstellraum (Lüftungsanlagen usw.) weniger abhängig.

Zu den Nachteilen gehört, dass die Windverhältnisse Einfluss auf die Verbrennungsluft nehmen können. Dadurch kann es gegebenenfalls zu beschleunigter Luftzufuhr (Winddruck auf die Mündung der Verbrennungsluftleitung) oder zu geschwächter Luftzufuhr (Unterdruck auf der windabgewandten Seite des Hauses) kommen. Wenn mehrere Feuerstätten mit eigenen Verbrennungsluftleitungen an einen gemeinsamen Schornstein angeschlossen werden, sind Durchzugserscheinungen durch das gesamte Luft- und Abgassystem vorstellbar.

Verbrennungsluftleitung dämmen oder nicht?

Weiterhin ist zu bedenken, dass die Luft aus dem Freien sehr kalt sein kann. Dies führt zu einer Abkühlung der Verbrennungsluftleitung und der Feuerstätte. An den kalten Flächen kann Schwitzwasserbildung durch kondensierende Raumluftfeuchtigkeit entstehen. Eine Verbrennungsluftleitung soll deshalb vorzugsweise gedämmt und mit einer dichtschließenden Luftklappe ausgeführt werden. Die dichtschließende Luftklappe darf jedoch keinesfalls geschlossen werden, solange noch eine Feuerung im Gang ist (Verpuffungsgefahr). Eine Dämmung der Feuerstätte gegen Schwitzwasserbildung ist meist nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Oft ist auch der Platzbedarf für eine Dämmung der Verbrennungsluftleitung und für eine separate Luftklappe in der Verbrennungsluftleitung problematisch, weil die Feuerstätte in der Regel möglichst nah an der Wand stehen soll.

Kamine und Kaminöfen - Externe Verbrennungsluftzufuhr Zuluftset

Externe Verbrennungsluftzufuhr Zuluftset

Verbrennungsluftleitung – Je kürzer desto besser

Verbrennungsluftleitungen dürfen der Luftzufuhr nicht sehr viel Widerstand bieten. Sie sind deshalb möglichst kurz und mit so wenig Richtungsänderungen wie möglich, auf direktem Weg ins Freie zu führen. Der Querschnitt der Verbrennungsluftleitung soll mindestens dem Querschnitt des Anschlussstutzens an der Feuerstätte entsprechen. Als Faustformel gilt: Eine Verbrennungsluftleitung soll 12 Meter Leitungslänge möglichst nicht überschreiten. Für jede Richtungsänderung (90°) sind 3 Meter Leitungslänge abzuziehen. Wenn die Leitung sehr viel länger wird oder besonders viele Richtungsänderungen haben muss, kann sie zum Ausgleich mit größerem Durchmesser verlegt werden. Grundsätzlich ist ein runder Querschnitt der Luftleitung günstiger, als ein rechteckiger Kanal. Wenn ein rechteckiger Kanal erforderlich ist, so ist sein „hydraulischer Durchmesser“ zu berücksichtigen. Das heißt, seine Querschnittsfläche muss entsprechend dem höheren Widerstand größer ausfallen, als bei einer Leitung mit rundem Querschnitt.

Revisionsklappe in der Verbrennungsluftleitung nicht vergessen

Verbrennungsluftleitungen sollen nach Möglichkeit mit Revisionsöffnungen versehen werden, damit sie regelmäßig vom Schornsteinfegermeister überprüft und bei Bedarf gereinigt werden können.

Externe Verbrennungsluft für Kamine

Die meisten Kaminöfen haben einen Anschlussstutzen für die externe Verbrennungsluftzufuhr mit 125mm Durchmesser. Flexible Aluminiumrohre für den Verbrennungsluftanschluss sind mit und ohne Dämmung erhältlich. Handelsübliche „HT-Abflussrohre DN 125“ sind mit dem flexiblen Aluminiumrohr kompatibel und eignen sich z. B. gut für die Verlegung unter einer Kellerdecke. Gegen Schwitzwasserbildung können sie mit Wickelfilz aus dem Sanitärfachhandel umwickelt werden.

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Autor: Michael Kozlowski

Ich bin Worldwideweb-User der ersten Stunde und arbeite seit über 20 Jahren für das Duisburger Traditionsunternehmen Hark. Ich schreibe hier zum Thema Kamine und Kachelöfen. Gerne greife ich Fragen oder Themenvorschläge von euch auf.

99 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Kozlowski,
    ich habe bei der Fa Hark in diesem Jahr einen Kaminofen gekauft. Diesen möchte ich nun an die externe Frischluftzufuhr des Kamins (rechteckiger Querschnitt 10cm Breite / Schiedel-Standard) anschließen. Der Anschluss für die Verbrennungsluft am Ofen ist rund. Daher wurden mir für das gelieferte Quadroflexrohr (ca. 21x7cm) zwei Adapter (rechteckig auf rund) mitgeliefert. Nun ist es aber so, dass der Anschluss an meinem Kamin/ Schornstein für die Frischluftzufuhr rechteckig ist bzw. sein muss und ich mit dem 2. runden Adapterstück dort nicht passend ran komme und es somit nicht verwenden kann. Wie gehe ich von rechteckigem Quadroflexrohr über auf den (rechteckigen) Frischluftkanal im Kamin? Gibt es hierzu bei der Fa Hark einen anderen Adapter bzw. aus welchem Material ist dieses Adapterstück ? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das Quadroflexrohr einfach durch das aufgeschlagene Betonloch stecken soll. Das wäre nicht dicht und zum anderen könnte es herausfallen. Wie kann ich dieses Rohr dort befestigen? Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar!

    mit freundlichen Grüßen

    Frank Drese

    • Sehr geehrter Herr Drese,

      einen fertigen Adapter gibt es wohl nicht. In der Praxis wird der Quadroflexrohr einfach eingeputzt. Das ist dicht und hält. Wenn Sie über keine Be- und Entlüftungsanlage verfügen und der Anschluss nicht zwingend notwendig ist, sollten Sie eventuell auf den Anschluss verzichten. Der „Schacht“ für die Frischluftzufuhr ist eigentlich ein Installationsschacht. Durch die Nähe zur Rauchgasführung erwärmt sich dieser. Das kann soweit gehen, dass der Frischluftkanal wie der Rauchgaszug einen Unterdruck durch die aufsteigende warme Luft erzeugt und genau das Gegenteil einer Frischluftzufuhr bewirkt. Er saugt dann die Frischluft aus dem Ofen. (Das kann, muss aber nicht passieren)

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  2. Hallo Herr Kozlowski,
    zunächst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort! Auf dieses Risiko hat mich bisher noch niemand hingewiesen. Vielen Dank jedenfalls – dieser Blog lohnt sich für mich bereits jetzt 🙂 Bisher bin ich davon ausgegangen, dass ich einen Kamin mit Frischluftzufuhr (bezahlt und) eingebaut bekommen habe. Da werde ich wohl noch mal nachfragen müssen. Warum nennt man den Schacht denn Installationsschacht?

    Der Raum, in dem der Ofen (7KW) stehen wird, beschreibt den allseits bekannten Wohn-/Ess-/Kochbereich und hat eine Fläche von ca. 40m2 (mit Möbeln also ca. 85m3 Raumvolumen). Ich habe keine Lüftungsanlage eingebaut und habe dies auch nicht vor. Aktuell ist alles so dicht, dass bei nicht angeschlossenem Ofen (Rauchrohr ist offen) der schlichte Kamineffekt dafür sorgt, dass Frischluft über sämtliche Steckdosen mit Leerrohren in Richtung Rauchrohr gesaugt wird (Ein Kaltluftstrom aus den betreffenden Steckdosen ist also spürbar). Macht eine zusätzliche Frischluftzufuhr in einer solchen Konstellation überhaupt Sinn ? Ich habe nämlich gehofft, dass durch den Anschluss an die Frischluftzufuhr des Kamins der Luftstrom durch die Steckdosen aufhören würde…. Was meinen Sie?

    Grüße
    Frank Drese

    • Hallo Herr Drese,
      ich wollte nicht die Pferde scheu machen. Bitte prüfen Sie ob es sich bei Ihrem Schornstein um einen Schiedl SIH handelt. Sollten Sie diesen Schornstein haben, eignet sich der Installationsschacht nicht für den Anschluss des Kaminofens. Der Installationsschacht wird in der Regel für die Verlegung von Versorgungsleitungen, Antennenkabel etc. verwendet.

      Wenn die Verbrennungsluftversorgung aus dem Raum ausreicht und keine Lüftungsanlage vorhanden ist, muss ein Anschluss an externe Verbrennungsluft nicht erfolgen.

      Folgende Tipps habe ich noch:
      Man soll bei Nicht-Betrieb der Feuerstätte die Luftregler schließen, um Wärmeverluste durch einen Schornstein-„Kaltzug“ zu vermeiden.

      Wenn man möchte, kann man zusätzlich auch noch eine dichtschließende Verbrennungsluftklappe auf den Luftstutzen des Ofens aufstecken. Diese Klappe muss jedoch bei Betrieb des Ofens voll geöffnet werden und darf erst geschlossen werden, wenn die Verbrennung vollständig abgeschlossen ist. Dichtschließende Verbrennungsluftabsperrklappe
      Bei geschlossener Absperrklappe sollten die Zugerscheinungen aus den Steckdosen gemindert werden.

      Dunstabzugshauben mit Abluftbetrieb müssen bei Betrieb des Kaminofens abgesichert werden (Fensterkontaktschalter oder Unterdruckwächter).

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  3. Danke für die schnelle und vor allem ausführliche Antwort!

    Schöne Feiertage und eine guten Rutsch ins neue Jahr wünscht

    Frank Drese

  4. Hierzu noch eine Frage: Als Vorzug des Heizkamins wird beschrieben, dass durch Luftansaugung, Erwärmung und Abgabe ein „Konvektionskreislauf“ im Raum entsteht, der auch die Raumluft verbessert. Wird dieser Vorteil durch eine externe Verbrennungsluftzufuhhr aufgehoben wenn die Luft von außen angesaugt wird? Raten Sie auch bei einem Altbau zu einer externen Luftzufuhr, wenn genügend Raumluft zu verfügung steht, oder überwiegen dann die Nachteile (z.B. Eindringen von Kälte wenn der Ofen aus ist, Windeinflüsse).

    • Hallo Jan,

      der Konvektionskreislauf bleibt bestehen. Die Konvektionsluft streicht außen am Heizeinsatz vorbei und wird erwärmt. Er wird sogar noch verbessert. Die Verbrennungsluft wird vom Heizeinsatz angesaugt und in den Verbrennungsraum geleitet. Ohne externe Verbrennungsluftzufuhr bezieht der Kamin seine Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum. Die vorgewärmte Luft für die Verbrennung muss durch kühlere Frischluft ersetzt werden. Das ist ein Nachteil. Mit einer externen Verbrennungsluftversorgung, bezieht der Kamin seine Verbrennungsluft von außen und entnimmt dem Aufstellraum keine bereits erwärmte Luft. Das verbessert die Effizienz und verringert Zugerscheinungen. Eine Verbrennungsluftleitung lässt sich durch eine dichtschließende Klappe verschließen. So wird das Eindringen von Kälte und das Entstehen von Zugluft wirkungsvoll verhindert.
      Ob man die externe Verbrennungsluftleitung verbaut, kommt noch auf andere Faktoren an. Zum Beispiel ob es eine unterdruckerzeugende Be- und Entlüftungsanlage im Aufstellraum gibt oder eine Dunstabzugshaube, Dichtigkeit von Fenster und Türen.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski
      (Hark GmbH & Co. KG)

  5. Vielen Dank, dann bleiben wir bei der externen Luftzufuhr, insbesondere da der Heizkamin direkt an der Außenwand stehen soll, so dass keine Leitung benötigt wird und der zusätzliche Aufwand gering ist. Lüftungsanlagen gibt es nicht und der Raum (Altbau) ist nicht dicht, so dass ich mich gefragt hatte, ob man überhaupt einen Vorteil hat.

  6. Hallo Herr Kozlowski,
    zwei Fragen habe ich zum oberen Thema. Mein Kaminofen steht im 1.OG, die Küche ist im EG. Beide Räume werden durch 4 Türen getrennt.
    1.) Begünstigt die externe Luftzufuhr den Luftraumdruck im 1.OG, so dass man keine Abluftsteuerung für den Dunstabzug im EG benötigt?

    Der Kaminofen soll rechtsseitig vom Schornstein aufgestellt werden. Der Schornstein besteht aus 3 Schächten (rechts und links großer, runder Durchlass, in der Mitte schmaler Luftkanal)
    2.) Kann die externe Luftzufuhr den mittleren Luftschacht nutzen, wobei der Anschluss vom Kaminofen um die Ecke zentral in den Luftschacht
    oder muss durch den rechten großen Schacht durchgebohrt, oberhalb abgedichtet und eine zusätziche Klappe eingebaut werden?
    ***Darf die ext.luftzufuhr somit um die Ecke gehen?***

    • Sehr geehrter Herr Hoss,

      eine Dunstabzugshaube (Abluft) kann mehrere hundert Kubikmeter Luft in einer Stunde aus dem Haus absaugen. Die Türen können offen stehen, außerdem sind sie nicht hermetisch dicht. Sie müssen die Dunstabzugshaube daher mit einem Druckwächter koppeln (z. B. Fensterkontaktschalter oder Luftdruckwächter P4). Einzige Alternative: Messung der tatsächlichen Unterdruckverhältnisse unter den ungünstigsten Bedingungen (Schornsteinfeger fragen).
      Ob der Luftschacht für die externe Verbrennungsluft genutzt werden darf, muss zunächst vom Schornsteinfeger geprüft werden (auf dem Dach ist ein Höhenunterschied zwischen Luftschacht- und Rauchgasschacht erforderlich). Jede Richtungsänderung in der Anbindung an den Luftschacht ist ein Widerstand, der die Funktion beeinträchtigen kann. Luft will bei Erwärmung (Schornsteinzüge liegen daneben) nach oben steigen. Die einzige Kraftquelle, um die Luft nach unten zu ziehen, ist der Auftrieb der Rauchgase aus dem Ofen. Ob diese Kraft ausreicht, um die Luft nach unten zu ziehen, hängt von der Länge des Luftschachtes ab, vom Querschnitt der Anbindeleitung vom Luftschacht zum Ofen und von der Anzahl der Richtungsänderungen. Man kann dies theoretisch berechnen, jedoch sollten die Widerstände immer so klein wie möglich gehalten werden, damit der Ofen auch bei ungünstiger Witterung noch bestmöglich funktioniert. Für Schiedel-Luft-Abgas-Schornsteine gibt es ein Anschlussstück, welches einen seitlichen Versatz erlaubt. Wenn Sie den rechten Schornsteinzug durchbohren wollen, wird dies die Widerstände natürlich bestmöglich reduzieren, jedoch muss auch dies unbedingt mit dem Schornsteinfeger besprochen werden.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  7. Sehr geehrter Herr Kozlowski,

    wir haben uns einen Hark 106 GT ECO Plus RUA gekauft.
    Für die Frischluftzuführung (Durchmesser 125) sind max. 3 m, 1 Bogen mit 90° und 2 Bögen mit 45° vorgegeben. Ferner ein Druckverlust von 6 Pa.

    Leider ist in unserem Haus die minimale Rohrlänge 5,90 m und 2 Bögen mit 90°.
    Können Sie uns bitte Lösungsmöglichkeiten aufzeigen?
    Ist der Druckverlust durch die 3 m länger so gravierend?
    Können wir mit einem größeren Durchmesser den Druckverlust kompensieren? Wie groß müsste der Durchmesser sein?
    Können wir auch alternativ einen Flachkanal verwenden? Dies würde bei der Leitungsführung an der Kellerdecke nicht so stark auftragen? Welche Dimension bzw. Abmessung (Höhe 8-10 cm) müsste eine recheckige Zuleitung haben?

    Über eine rasche Antwort wären wir Ihnen sehr verbunden, da in ca. 10 Tagen unser Keller betoniert wird.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Oliver

    • Hallo Herr Balg,

      leider kann man das aus der Ferne nicht so einfach beantworten. Zuviele Variablen sind nicht bekannt. So kann zum Beispiel ein großer Strömungsverlust durch stärkeren Schornsteinzug ausgeglichen werden. Die Bauweise des Lüftungskanals spielte eine Rolle – Die Dämmung des Kanals spielt ebenfalls eine Rolle. Die Verwendung eines Flachkanals ist mit entsprechenden Anschlussadapter für den Kamin kein Problem. Ich glaube ein gängiges Maß für einen eckigen Kanal ist 10×20 (oder 8×20). Die Verwendung eines RUA Ofens lässt auf eine Be- und Entlüftungsanlage schließen. Ich rate in jedem Fall den Lüftungsanlagenbauer zu konsultieren. Ein größerer Durchmesser ist auch keine Lösung, er kann sogar kontraproduktiv sein. Hier geht es um Strömungsgeschwindigkeiten und Widerstände usw.

      Tut mir leid, dass ich hier keine Patentlösung anbieten kann. Das sind einfach zuviele Unbekannte. Die konsultieren Kollegen sind ebenfalls der Meinung, dass hier der Lüftungsbauer gefragt ist. Er kennt das Haus und die verbauten Anlagen im Detail.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  8. Guten Abend,
    ich „muß“ mich gerade damit beschäftigen wie ich meinen ECO112 in absehbarer Zukunft mit externer Verbrennungsluft versorge. Wie ich aus den bisherigen Beiträgen entnommen habe, sollte der Zuluftkanal nach Möglichkeit rund gerade sein.
    Was mich beschäftigt – sollte der Zuluftkanal gedämmt sein? Muss er das? Brauch ich noch Absperrelemente oder kann ich einfach den Kanal anschließen und fertig?
    Der Kanal soll an der Küchenwand ca. 5m entlang laufen, bevor er zum Wanddurchbruch kommt. Und hier gibt es auch verschiedene Elemente -> mit Einzelklappe oder Doppelklappe? Was benötige ich ?

    Vielen Dank im voraus für die Hilfe …

    • Hallo Jochen,
      funktionieren tut der Frischluftkanal natürlich mit einfachsten Mitteln. Also anschließen und fertig. Aber!!!
      Sinnvoll ist es auf der Außenseite einen Windfang zu installieren. So werden Zugerscheinungen minimiert. Ein Gitter verhindert, dass sich Kleintiere einnisten. Sinnvoll ist auch eine Absperrklappe. So wird Zugluft und Kondenswasserbildung aktiv verhindert. Aus dem gleichen Grund sollte der Zuluftkanal und der Anschlusskasten am Ofen ebenfalls gedämmt sein.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

      • Guten Abend Michael,
        ok – habe verstanden … nun sieht ja das Hark-Zubehör Angebot sehr überschaubar aus. Muß ich von anderen Herstellern kaufen?
        Dann habe ich in meiner Anleitung gelesen, wie die externe Zuluft anzuschließen ist – zumindest wo… Wie muß ich mir das vorstellen: Da kommt der isolierte Schlauch aus dem Boden raus und wird direkt an den Ofen einfach angesteckt und fertig?
        Oder kommt da die Absperrklappe zwischenrein, wie sie im Chatverlauf schon gezeigt wird dazwischen?

        Danke und Gruß
        Jochen

        • Hallo Jochen,

          genauso ist es. Die Verbrennungsluftzufuhr wird einfach auf den Stutzen des Ofens gesteckt und dort mit einre Schlauchschelle fixiert. Eine Möglichkeit ist es die Absperrklappe direkt am Ofen zu montieren. Das hat den Vorteil, das man nicht durch das ganze Haus oder gar bis in den Keller laufen muss, um die Absperrklappe zu öffnen oder zu schließen.
          Schau mal im Hark-Shop unter: http://tinyurl.com/lgwt4s8
          Da sollte eigentlich alles was benötigt wird dabei sein.

          Viele Grüße

          Michael Kozlowski

  9. Hallo Herr Kozlowski,

    eine Frage zum Thema externe Verbrennungsluft.

    Das bei der Montage eine Handklappe in der „Ansaugleitung“ verbaut werden soll, am besten doppelwandig, ist mir klar und auch einleuchtend.

    Wie aber bitte kann und soll das mit den heutigen zeitschaltgesteuerten Öfen funktionieren, sprich Pelletöfen.
    Wenn ich mir für die entsprechende Startzeit des Ofens einen Wecker stellen muss um die Fremdluftklappe zu öffnen, habe ich sicherlich nicht lange Freude an dem Ofen.

    Gibt es dort schon eine „automatisierte“ Lösung zu ?

    Vielen Dank

    Stefan Janzen

    • Hallo Herr Janzen,

      der größte Teil an Pelletöfen auf dem Markt verfügt über die Möglichkeit externe Geräte anzusteuern. Über diese Ausgänge kann dann auch eine motorisch betriebene Verbrennungsluftabsperrklappe gesteuert werden. Diese Absperrklappen gibt es auch von vielen verschiedenen Herstellern in den unterschiedlichsten Ausführungen.
      Einen Wecker zu stellen ist also nicht nötig.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  10. Sehr geehrter Herr Kozlowski,

    Besitz der Hark 106E raumluftunabhängig eine gültige Zulassung vom DIBT?
    Der Ofen ist in einem Haus mit kontrollierter Be- und Entlüftung eingebaut.
    Ich habe keine Zulassung gefunden.

    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Börgeling

    • Hallo Herr Börgeling,
      jeder raumluftunabhängige Kaminofen hat auch eine DiBT-Prüfung. Wir haben Ihnen das Dokument per eMail zukommen lassen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Maik Syrbe

  11. Hallo,
    wir möchten uns einen neuen Kaminofen (Holz oder Pellet ist noch offen) anschaffen. Bei unserem Hausbau hat der Schornsteinfeger darauf bestanden eine 150er KG Rohrleitung bis zum dem Schornstein zu legen. Diese verlauft unter der Betonsohle des Hauses. Diese wurde aber nicht gedämmt. Kann ich diese LEitung nun überhaupt nutzen? oder habe ich dann Probleme mit Kondensat in der Leitung? Der alte Ofen war ein einfaches Baumarktprodukt welcher keinen Außenluftanschluss hatte. Mängel an der Frischluft hatten wir keine , da es immer ziemlich schnell warm wurde und wir somit ein Fenster auf Kipp hatten bzw. alle Zimmertüren im gesamten Haus auf hatten.

    • Hallo Ulf,

      das Kondensat bildet sich an der Außenseite des Rohres. Es besteht also keine Gefahr, dass dein Rohr nach und nach voll läuft. Lediglich an der Stelle wo die kalte Luft auf das Warme Rohr trifft bildet sich Kondensat. Also am Verbindungstück zwischen KG-Rohr und Ofen. Dieses gibt es auch in isolierter Ausführung. Für einige Kaminmodelle gibt es auch isolierte Anschlusskästen. Das muss dann aber individuell angefragt werden. Wenn keine Be- und Entlüftungsanlage installiert ist, keine Dunstabzugshaube oder sonstige Entlüftungsanlagen verbaut sind, kannst du wie vorher, die Verbrennungsluft auch weiterhin aus dem Aufstellraum beziehen.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  12. Hallo,

    zunächst mal all es Gute im neuen Jahr! 
    Wir haben seit Herbst 2014 einen Hark Studio Kamin 10/45.2.0 mit angeschlossener externer Luftzufuhr und er gefällt uns richtig gut.
    Wegen unserer Lüftungsanlage im Haus haben wir einen Druckwächter (Huber P4) installieren lassen, der wie vorgeschrieben bei 4 Pascal Unterdruck die Lüftung abschaltet (und leider bei 3 Abschaltungen/Stunde dauerhaft abschaltet).
    Soweit, sogut.
    Nur leider schaltet der Druckwächter öfter beim Heizen die Lüftung ab. Meine Fragen deswegen: 
    Kann es sein, dass die Sekundärluft aus dem Wohnraum Luft entnimmt, wenn wir die Primärluft nach dem Anheizen abriegeln?
    Und wie eng sollten dei Glasscheiben sitzen? Im kalten Zustand haben sie ca halben Millimeter Abstand zueinander und wenn der Kamin richtig heiss ist, dann bis zu 3 Millimeter.
    Sollten wir tatsächlich beim Heizen immer ein Fenster offen halten? (Gerade im Winter wollen wir das ja eigentlich nicht)
    Gibt es Möglichkeiten einfach zu überprüfen, ob der Kamin tatsächlich die Raumluft anzieht? (Vielleicht haben wir ja ganz woanders ein Problem für den Druckwächter).
    Vielen Dank für Infos dazu!
    Viele Grüße

    • Hallo Holger,

      ich habe mit unseren Kollegen aus der Technik gesprochen und die haben folgende Infos für dich:

      Der Studiokamin 19/45.0 beihaltet einen Heizeinsatz Radiante 500 ECOplus. Dieser Kaminheizeinsatz hat im Unterteil links, rechts und von unten Möglichkeiten zum Anschluss an eine externe Verbrennungsluftleitung. Die zwei Anschlüsse, die nicht benutzt werden, müssen mit den mitgelieferten Blinddeckeln und Flachdichtungen verschlossen sein.
      Gemäß seiner Zulassung ist der Einsatz „raumluftabhängig“, auch wenn er an eine externe Verbrennungsluftleitung angeschlossen wird. Das bedeutet, dass der Einsatz technische Undichtigkeiten aufweisen darf und nicht hermetisch dicht ausgeführt sein muss.
      Die Absicherung der Lüftungsanlage mit einem Unterdruckwächter ist bei Betrieb der Feuerstätte daher sinnvoll.
      Der „Luftdruckwächter P4“ schaltet die Lüftungsanlage jedoch schon bei geringstem Unterdruck gegenüber dem Luftdruck im Freien ab. Die Abschaltung erfolgt schon bei 4 Pascal (0,04mbar). Je nach Bauart, Bemessung und Einregulierung der Lüftungsanlage ist ein solcher Unterdruck sehr schnell erreicht und überschritten.

      Wenn bei einem externen Verbrennungsluftanschluss die beiden anderen Anschlussmöglichkeiten mittels Blinddeckel verschlossen sind, erhält die Feuerstätte sowohl die Primär- als auch die Sekundärluft über den externen Luftanschluss. Raumluftabhängige Feuerstätten beziehen aber auch durch ihre natürlichen Undichtigkeiten, wie auch durch den Spalt zwischen den Scheiben, weitere Verbrennungsluft. Das von dir geschilderte Spaltmaß ist aus technischer Sicht normal und erforderlich, weil die Scheiben eine andere Ausdehnung haben, als die Stahlkonstruktion.

      Zusammenfassung möglicher Maßnahmen:
      1. Prüfen, ob die Blinddeckel an den nicht belegten Luftanschlüssen montiert sind.
      2. Dichten Anschluss der Lüftungsleitung am Heizeinsatz prüfen (soweit zugänglich).
      3. (Luftgitter in der) Luftleitung auf Freigängigkeit prüfen.
      4. Einregulierung der Lüftungsanlage überprüfen oder nachholen.
      5. Gegebenenfalls Unterdruckmessung bei Betrieb von Feuerstätte und Lüftungsanlage im Aufstellraum. Viele Schornsteinfeger haben ein Messgerät.
      6. Zuletzt kann auch über einen anderen Unterdruckwächter nachgedacht werden, der den Schornsteinzug mit dem Unterdruck im Raum vergleicht und in aller Regel erst bei höheren Unterdrücken abschaltet. Dies wäre vermutlich jedoch recht aufwändig.

      Du kannst uns deine Auftragsnummer geben. Wir können uns dann direkt abstimmen, was wir für dich tun können.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  13. Hallo Herr Kozlowski,

    erstmal Gratulation zu Ihrem Blog, der ist für „Kaminplaner“ sehr hilfreich!

    Ich plane den Einbau eines Kamineinsatzes (7 kW) mit externer Verbrennungsluftzufuhr (Anschluss D= 125 mm). Die Lüftungsleitung hat eine Länge von ca. 6 m und 3 x 90°-Bögen, das ergäbe nach meinem Verständnis eine rechnerische Gesamtlänge von 15 m.
    Die Lüftungsleitung führt vom Kamin im EG in einen belüfteten Kellerraum.
    Leider sind die Platzverhältnisse für die Verlegung dieser Leitung sehr beengt, deshalb muss ich um jeden cm² „kämpfen“.

    Meine Frage:
    Können Sie mir anhand dieser Daten den tatsächlich erforderlichen Lüftungsquerschnitt sagen (die Schornsteinhöhe ab OK Feuerraum beträgt ca. 6,15 m, das Rauchrohr hat einen Durchmesser von 18 cm)?

    Im Voraus besten Dank für Ihre Bemühungen!

    Viele Grüße
    Peter Bohn

    • Hallo Herr Bohn,

      die Verbrennungsluftleitung ist mit 6 Metern und 3×90° schon grenzwertig. Bei einem runden Querschnitt und einem ordentlichen Schornsteinzug müsste das theoretisch funktionieren. Es ist bei kritischen Verhältnissen sinnvoll einen größeren Querschnitt zu wählen. So lassen sich Strömungsverluste ausgleichen. Es macht keinen Sinn den Querschnitt der Verbrennungsluftleitung kleiner zu wählen als den des Anschlusses am Kamineinsatz. Wenn kein runder Querschnitt für die Verbrennungsluftleitung gewählt wird, sind die Strömungsverluste größer als bei einem runden Rohr. Das muss dann durch einen größeren Querschnitt ausgeglichen werde. Für eine Schornsteinberechnung fehlen grundlegende Daten. So wird der Wertetrippel des Heizeinsatzes, Bauart des Schornsteins usw. benötigt.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

      • Hallo Herr Kozlowski,

        danke für Ihre Antwort.

        Für die Verbrennungluftleitung würde ich einen Flachkanal 50×300 mm unterbringen, das wäre dann ein Querschnit von 150 cm².

        Der Kamin ist von BTG, 3-schalig.

        Das Wertetrippel bei NWL(?) des Heizeinsatzes (geschlossener Betrieb A1) ist laut Hersteller:
        – Abgasmassenstrom: 6,4 g/s
        – Abgabstemperatur am Stutzen: 260 °C
        – erf. Förderdruck am Stutzen: 0,12 mbar

        Können Sie mir mit diesen Daten weiterhelfen?

        Viele Grüße
        Peter Bohn

        • Hallo Herr Bohn,

          ich könnte die Daten an die Schornsteinabteilungabteilung von Hark weiterleiten. Allerdings ist die Berechnung nur für Kunden von Hark kostenfrei. Mein Tipp wäre der Hersteller des Heizeinsatzes. Eventuell übernimmt er im Rahmen des Services die Berechnung. Ein Versuch wäre auch die Seite: http://www.kesa.de/ dort steht eine Schornsteinberechnungssoftware zur Verfügung.

          Viele Grüße
          Michael Kozlowski

          • Hallo Herr Kozlowski,

            der Tipp mit der kesa-Software war super, es gibt eine kostenlose Demoversion.
            Meine Fragen wurden damit beantwortet, vielen Dank!

            Viele Grüße
            Peter Bohn

  14. Hallo Herr Kozlowski,

    ich habe eine Frage zur Verbrennungsluftzufuhr. Es handelt sich um ein Flexrohr von 150 mm Durchmesser und ca. 3m Länge mit einem 90° Bogen. Dies endet unterhalb
    eines offenen Kamins in einem Vorwärmraum(0,06 m³). Von diesem gelangt die Zuluft über eine Klappe von ca. 60×250 mm in den Raum von ca. 60 m³. Die Schornsteinhöhe ist etwa 3m. Da der Kamin häufiger schlecht zieht, frage ich mich, ob es etwas bringt, wenn ich die Luftzufuhr durch einen Rohrlüfter forciere.

    Viele Grüße

    Thomas Ule

    • Hallo Herr Ule,

      die Schornsteinhöhe scheint viel zu gering um einen wirksamen Zug aufbauen zu können. Wir empfehlen eine Mindestlänge von 4,00 Meter ab Eintritt Rauchrohr. Als erstes würde ich es mit einer Schornsteinerhöhung probieren. Eventuell kann man am Schornstein auch einen Zugverstärker montieren. Ich würde hier den Schornsteinfeger mit ins Boot holen und fragen welche Optionen noch möglich sind. Von einem Gebläse in der Zuluft ist abzuraten. Es könnte passieren, dass Rauchgase in den Aufstellraum gelangen. Sinnvoller ist es den Zug am Schornstein zu erhöhen.

      Viele Grüße
      Michael Kozlowski

  15. Ich möchte mir einen Kaminofen aufstellen. Da ergiebt sich meine Frage. Darf ich in die externe Verbrennungsluftzufuhr eine dichte Doppelklappe einbauen zur Kältebrückenunterbrechung bei nicht Betrieb des Ofens einbauen? wer vertreibt solche Systeme?

    • Hallo Deutscher,

      der Einbau einer Doppelluftklappe ist quasi der Königsweg. Besser kann man es nicht machen.
      Es gibt komplette Sets. Zum Beispiel im Online-Shop von Hark: http://www.hark-shop.de/Kaminzubehoer/Externe_Verbrennungsluftzufuhr/Aussenwanddurchfuehrung::ZUVLSDK125015::4571.html

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

      • Guten Tag Herr Kozlowski,

        ich habe eine Frage bezgl. der Verbrennungsluftzufuhr. Wir planen folgendes:
        Neubau nach EnEV-Standard ohne Keller. zentrale Lüftungsanlage. Im Wohnzimmer soll ein historischer Kaminofen (für Holz) aufgestellt werden. Er hat naturgemäß keinen Anschluss für die Verbrennungsluft.
        Meine Fragen:
        1. Muss ich hier eine USA einbauen? Auf dem Foto der USA ist zu erkennen, dass der Unterdruck-Messschlauch sowie die Temperaturfühlerleitung sichtbar verlegt sind. Das sieht nicht besonders toll aus. Gibt es hier bessere Lösungen?

        2. Die Verbrennungsluftzufuhr muss ich innerhalb des Fußbodens von draußen zum Kaminofen (ca. 3 m gerade, runde Leitung) führen. Ist es ausreichend und möglich, die Absperrklappe der Verbrennungsluftzufuhr direkt vor oder neben dem Kaminofen direkt in Höhe des Fußbodens (bündig mit dem Fußboden) zu installieren oder muss das Rohr der Verbrennungsluftzufuhr aus dem Boden herausragen?

        Ich freue mich auf Ihre Antworten

        Viele Grüße von Peter Meyer

        • Hallo Herr Meyer,

          der Messschlauch und die Kabel lassen sich auch Unterputz verlegen. Das ist kein Problem. Der historische Kamineofen schon eher. Wenn der Ofen die Anforderungen nach der BImSchV, Stufe 2 nicht erfüllt wird der Schornsteinfeger diesen nicht abnehmen. Der Betrieb wäre somit nicht erlaubt. Damit würde sich auch die Frage nach der Verbrennungsluft beantworten. Wenn die Verbrennungsluftleitung nicht dicht an das Gerät angeschlossen werden kann, sollte sie möglichst nah an den Ofen herangeführt werden. Gut wäre die Stelle an der der Ofen seine Verbrennungsluft bezieht. Eine optimale Lösung ist das nicht. Ich würde in jedem Fall empfehlen diese Maßnahmen im Vorfeld mit dem Schornsteinfeger abzusprechen. Er muss die Anlage am Ende genehmigen.
          Es muss sichergestellt werden, dass die Lüftungsanlage zu keinem Zeitpunkt einen Unterdruck von mehr als 4 Pascal erzeugen kann. Erzeugt die Lüftungsanlage einen höheren Unterdruck würden die Abgase aus der Feuerstätte in den Aufstellraum gesaugt.
          Der Unterdruckwächter schaltet die Lüftungsanlage ab, sobald mehr als 4 Pascal Unterdruck im Aufstellraum erreicht werden.

          Viele Grüße

          Michael Kozlowski

  16. Hallo Liebe Kaminbauer

    Ich hätte eine Frage bezöglich des Bowdenzugs an der Frischluftklappe. Ganz davon abgesehen, dass für den Anschluss der Frischluftzufuhre extrem wenig Platz bei einem Studiokamin mit Radiante 550/20/45. Bei der Klappe gibt es einen Bowdenzug mit dem die Klappe auf unf zugemacht werden kann. Wo wird der Zug eigentlich montiert? Zu beachte ist, dass der Studiokamin kompett verbaut ist. Muss ich etwa in die außenwand ein Loch bohren und nach Außen führen? Hat mit hier jemand einen Tipp? Danke im Voraus. Grüße. Lukas

    • Hallo Lukas,

      zur Beantwortung der Frage würden wir uns gerne die Planungsunterlagen für den Kamin ansehen. Wende Dich bitte mit Deinem Anliegen und Deiner Auftragsnummer an unseren Kundendienst unter kundendienst@hark.de. Wir werden uns dann melden.

      Viele Grüße

      Joachim Zimmer
      Hark GmbH & Co KG

    • Also, mein Radiante ist nun in eigenregie aufgbaut und seit Weihnachten 2015 abgenommen. Bei der Abnahme gab es keine Probleme. Das mitglieferte Zubehör war, bis aus die zu langen Zierleisten (seitlich), ausreichend.

      Zum Bowdenzug: Bei mir liegt dieser nun unten, unter dem Ofen und ist „daueran“. Wenn ich denn mal schliessen will, nehme ich einfach das untere Luftgitter ab und schließe. Kein Bohren oder sowas notwendig bei der seltenen benutzung.

  17. Hallo Michael,

    Sie haben es erraten, ich bin Holländer aber hab hier ein Ferienwohnung wo ich sehr oft bin.
    Hab Fliessen angebracht und jetzt steht mein Ofen 2 Cm. höher. Oeps, dan soll ein stück vom Rohr ab sonst passt es nicht mehr im Schornstein.
    Und jetzt mit alle Mittel versucht das Rohr ab zu kriegen, sogar ein Balken hinein und mit viel Gewalt versucht. Mit ein Holzhammer versucht am Rohr zu klopfen, aber es scheint festgerostet zu sein oder ähnliches(ist auf jedem Fall dicht dort.
    Jetzt frag ich ihnen um Rat, auch weil mein Schornsteinfeger so ungefähr alles abweisst was er nicht selber machen kann.
    Wurde mich sehr freuen auf eine Lösung und danke ihnen im voraus.
    freundliche Gruss

    • Hallo Henny,
      das hört sich nach einem großen Problem an. Ich nehme an, dass es sich um die Anschlussseite des Ofens handelt. Eine Möglichkeit wäre den Anschlussstutzen des Ofens abzuschrauben und durch einen neuen zu ersetzen. Alternativ könntest du versuchen, das Ofenrohr vorsichtig mit einer „Flex“ aufzutrennen und dann vom Stutzen zu ziehen. Wenn das Rohr im Wandfutter fest sitzen sollte, kannst du nur das gesamte Wandfutter entfernen und ein neues einsetzen.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski
      (Hark GmbH & Co. KG)

  18. Hallo Herr Kozlowski,

    wir möchten uns mit einer Frage zur externen Luftzufuhr an Sie wenden, die uns weder unser Hark-Kaminstudio, noch die Hark-Hotline und auch nicht unser Schornsteinfeger eindeutig beantworten kann. Sie sind somit unsere letzte Hoffnung.
    Wir haben beim Neubau unseres Hauses eine externe Luftzufuhr (KG- Rohre) mit einem Durchmesser von DN 100 (durch die Bodenplatte) verbaut. Die Leitung hat einen Bogen mit 90 Grad … eine Länge von 3,90m und einen weiteren Bogen der außerhalb des Hauses wieder nach oben führt. Diesen Bogen habe ich jedoch wohlweislich sehr weit ausgeführt (mit 6 Bögen aneinander a 15 Grad).
    Zusammen mit den Abschnitten die aus der Bodenplatte nach oben führen hat die gesamte Leitung eine Länge von ca. 5,5m.
    Wir planen den Kauf eines wasserführenden Kaminofens (Hark Vito Eco WW) mit 14 KW. Der Ofen würde perfekt in unser Haus passen, hat jedoch einen Luftanschluss von 125mm.

    Nun zur Frage: Können wir mittels eines Reduzierstücks den Kaminofen anschließen? (von DN 125 auf DN 100)
    Noch ein Hinweis: unsere Schornsteinlänge beträgt ca. 9m… dürfte also einen recht guten Zug besitzen (Durchmesser DN 200mm). Wir besitzen keine Lüftungsanlage.
    Aufgrund einiger Recherchen ist mit aufgefallen, das alle Kaminöfen von Hark einen Anschluss von mind. DN 125mm haben, selbst wenn die Leistung nur 8 KW oder weniger beträgt.

    Vielen Dank vorab und viele Grüße

    Matthias

    • Sehr geehrter Herr Klein,

      bei der Frischluftzufuhr sind leider keine Kompromisse möglich. Der vorgeschriebene Durchmesser darf nicht reduziert werden. Wenn man unter optimalen Bedingungen von einer maximalen Länge von 12 m ausgeht reduziert sich diese mit jedem 90 Richtungswechsel um 3 m damit ist die Länge von 5,50 schon recht nah am Maximum. Durch den kleineren Querschnitt erhöhen sich die Strömungsverluste nochmals.

      Wenn die Feuerstätte nun mit dem verringerten Querschnitt betrieben würde, ließe sich nicht voraussagen ob diese uneingeschränkt und fehlerfrei funktioniert. Weiterhin sind die Feuerstätten mit einem freien Luftquerschnitt von mindestens 125 mm geprüft. Eine Verringerung würde ein erlöschen der Betriebserlaubnis zur Folge haben. Die Größe der Luftzufuhr ist so gewählt, dass ein sicherer Betrieb selbst unter ungünstigsten Umständen gewährleistet ist.

      Wenn in dem Haus keine Lüftungsanlage verbaut ist, dann ist es nicht zwingend notwendig die externe Luftzufuhr anzuschließen. Der Ofen kann mit der vorhandenen Raumluft betrieben werden. In diesem Fall muss geprüft werden, ob eine Dunstabzugshaube im Raumluftverbund vorhanden ist und diese dann mit einem Fensterkontaktschalter abgesichert werden.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

      • Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich habe noch eine Rückfrage bzw. evtl. noch eine andere Möglichkeit gefunden das Problem zu lösen.

        Wir haben für den Ablauf des Wassers der thermischen Ablaufsicherung ein zweites KG- Rohr (DN 100) durch die Bodenplatte geführt. Dieses Rohr ist jedoch nicht mit der normalen Kanalisation verbunden, sondern mit einem Beton-Sickerschacht der ausschließlich für den Kamin da ist und auch ausreichend groß dimensioniert wurde. Somit brauchen wir auch keinen Siphon auszubilden.

        Wäre es unter Umständen nicht auch möglich dieses Rohr zusätzlich (mittels eines T-Stücks) mit der Externen Luftzufuhr zu verbinden und sowohl für den Wasserablauf als auch als weiteren Lufteinlass zu verwenden.
        Ich würde in dieses Rohr ein dünneres flexibles Rohr für den Wasserablauf legen, so dass beide Systeme voneinander getrennt wären.

        Innerhalb des Hauses (also ab Kamin) würde ich alles mit Flexrohren DN 125 verbinden und dann an die beiden KG- Rohre jeweils mittels einer Reduzierung anschließen).

        Der Kamin hätte somit ein Rohr DN 100 + ein weiteres mit ca. halben Querschnitt (also DN 50) und somit insgesamt DN 150 zur Verfügung.

    • Wie gross ein Frischluftzufurrohr sein soll hängt auch vom Ofen selbst ab, so pauschal kann man das ja nicht sagen. Beispiel: Ein 7KW Holz-Ofen (nicht Pellet) kann ganz gut auch mit einem 100mm Frischluftrohr angeschlossen werden, wenn er nicht zu viele Bögen hat und die Leitung nicht zu lange ist. Die Berechnung mit + 3m je 90° Bogen ist gar etwas grosszugig. Ich verweise auf http://www.freie-waerme.at Ein 100mm Frischluftrohr saugt die Luft halt etwas langsamer an. Das Holz sollte eh langsam abbrennen.

  19. Hallo Herr Kozlowski,
    „Wir modernisieren und renovieren ein Haus.“ Neben vielen nicht geklärten Details ist eines klar, wir werden einen wassergeführten Kamineinsatz (KW-Zahl, Marke etc. ist noch offen) verbauen, der eine externe Zuluft benötigt. Diese Zuluft möchte ich über einen nicht genutzten und nicht begehbaren Keller realisieren. Der Keller hat ca. 20 m2 (35 m3) und besitzt zwei schräg gegenüberliegende Kellerfenster. Die Fenster sollen entfernt und durch Lüftungsgitter ersetzt werden. Meine Frage lautet: Kann ich den Zuluftanschluss einfach Senkrecht in den Keller führen und damit die Zuluft realisieren?

    Mit freundlichen Grüssen
    Uwe Völsen

    • Hallo Herr Völsen,
      das kann man durchaus so realisieren. Allerdings würde ich nicht die ganzen Fenster durch Lüftungsgitter ersetzen. Der Kellerraum würde stark auskühlen und im darüberliegenden Raum wäre es extrem „Fußkalt“.
      Mein Tipp wäre: Ein Passtück im Fenster einzusetzen mit einem Stutzen für die Verbrennungsluftleitung der Feuerstätte. So würde der Kellerraum nicht auskühlen und die Feuerstätte mit Frischluft versorgt.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  20. Sehr geehrter Herr Kozlowski,

    ich plane für unseren neuen Kaminofen Hark Vito Eco WW den Einbau einer Zuluftklappe (externe Luftzufuhr).
    Ist der Einbau einer solchen Klappe überhaupt notwenig oder schließen die Zuluftregler (Primar und Sekundär) schon so dicht, das man diese gar nicht benötigt?
    Wenn man eine solche tatsächlich benötigt – welche sollte man verwenden… im oberen Teil des Blogs ist der „Adapter Doppelwand“ abgebildet, der mir persönlich mehr zusagt als ein Verbrennungsluftstutzen mit Klappe.
    – Ist der Adapter Doppelwand auch dicht schließend? –

    Vielen Dank im Voraus

    Matthias

    • Hallo Herr Klein,

      der Zuluftregler lassen sich nicht zu 100% schließen. Aus Sicherheitsgründen wird immer ein minimaler Luftstrom etabliert (verringert die Verpuffungsgefahr). Die dichteste Lösung ist in der Tat der Adapter Doppelwand zum einen schließt dieser Dicht und zum anderen ist er isoliert. Durch die Isolierung wird Kondenswasserbildung so gut wie ausgeschlossen (wenn der Rest der Verbrennungsluftleitung ebenfalls entsprechend ausgeführt ist).

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  21. Guten Tag Herr Kozlowski,

    ich plane den Kauf eines kleinen Kaminofens (5 – 7 KW) für den Wintergarten (gelegentlicher Betrieb). Eine externe Verbrennungsluftzfuhr möchte ich nicht installieren. Kannm ich dennoch einen Kaminofen verwenden, der für externe Verbrennungsluft vorgesehen ist und den dafür vorgesehenen Anschluss einfach nicht nutzen oder kann das zu Problemen/Nachteilen führen.

    Danke vorab und viele Grüße
    Albrecht Hübler

    • Hallo Herr Hübler,

      für den Ofen spielt es keine Rolle woher er die Verbrennungsluft bezieht. Sie kann problemlos aus dem Aufstellraum entnommen werden. Wenn eine unterdruckerzeugende Anlage im Raumluftverbund zu finden ist (Badlüfter, Dunstabzugshaube oder auch eine Be- und Entlüftungsanlage) und diese mehr als 4 Pascal Unterdruck erzeugt müssen geeignete Maßnahmen (Fensterkontaktschalter oder ähnlich) ergriffen werden. Wenn keine Abzugshaube usw. vorhanden ist, sind keine weiteren Maßnahmen nötig. Nachteile oder Probleme sind für den Betrieb nicht zu beführchten.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  22. Sehr geehrter Herr Kozlowski,

    wir haben uns den Adapter Doppelwand mit Absperrklappe bei Hark bestellt und er wurde schnell und zuverlässig geliefert. Er macht einen wirklich sehr wertigen Eindruck. Ich habe jedoch noch zwei Fragen zur Anbringung:

    – Ist es richtig, das er nur auf den Stutzen des Verbrennungsluftkastens gesteckt wird? Er hat keine Befestigungsschrauben.

    – Wie wird die Verbindung Luftdicht montiert… wenn ich den Adapter lediglich aufstecke, dann bleibt immer ein Millimeterspalt zwischen dem Stutzen des Verbrennungsluftkastens und dem Adapter, da dieser auch innen keine Dichtungen hat.
    Aber gerade der Adapter soll ja dazu da sein alles Luftdicht zu verschließen, sonst wurde an dieser Stelle immer ein wenig Luft von der externen Luftzufuhr austreten können.

    Zur Info: Unser Kaminofen ist ein Hark Eco Vito WW

    Vielen Dank vorab und viele Grüße

  23. Hallo Herr kozlowski,

    Ich habe den hark 98 ep gekauft. Mein Verkäufer sagt dieser hätte gar kein Verbrenungszuluft Anbindung. Der Bezirksschornsteinfeger sagt es ist eine Zuluft immer zu empfehlen, beispielsweise durch die Bodenplatte. Ist aber keine klare Aussage ob ich es brauche.

    Können sie mir weiter helfen. Wir stehen kurz vorm Rohbau und sollten es schnellstens wissen.

    Mit freundlichen grüßen Albrecht

    • Hallo Albrecht,

      Grundsätzlich reicht für den störungsfreien Betrieb einer Feuerstätte die Versorgung mit Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum aus. Wenn jetzt noch eine aktive Be- und Entlüftungsanlage oder eine Dunstabzugshaube oder Badlüfter ins Spiel kommen, sieht das ganze etwas anders aus. Sinnvoll ist eine Berücksichtigung der Frischluftzufuhr in jedem Fall. Selbst wenn der Ofen aktuell nicht ander externen Verbrennungsluft angeschlossen wird, steht die externe Verbrennungsluftversorgung für spätere Bauprojekte zur Verfügung.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  24. Guten Tag Herr Kozlowski,

    ich habe letztes Jahr einen Kaminbausatz mit Radiante 550/57 von Hark gekauft und selber alles aufgebaut.

    Es funktioniert alles einwandfrei, asser dass die Sichtscheibe schon nach kurzer Zeit schwarz wird und ich kann nicht feststellen woran das liegt.
    Schornstein ist etwa 7m hoch, der Zug ist eigentlich auch sehr gut.
    Was ich noch gerne wissen würde ist: an der Radiante unten war ein externer Luftanschluss vorhanden und der Blinddeckel, ich wusste nicht was ich da machen soll, der Verkäufer sagte mir wenn ich kein Anschluß habe kann ich den Blinddeckel montieren, das habe ich auch gemacht. Spielt das eine Rolle? Der Zug ist wie gesagt sehr gut!

    MfG Heinrich Keil

    • Hallo Herr Keil,

      die Radiante hat drei Möglichkeiten zur Verbrennungsluftversorgung. Zentral von unten und zwei seitliche Anschlüße. Im Lieferumfang sollte ein Blinddeckel und ein Anschlussstutzen enthalten gewesen sein. Der zentrale Anschluss ist bereits mit einem Deckel verschlossen. Einer der seitlichen Anschlüsse kann mit dem beigelegten Deckel verschlossen werden. Der verbleibende offene Anschluss sollte ausreichen um die Feuerstätte mit Verbrennungsluft zu versorgen.
      Wenn die Scheibe schwarz wird, kann das viele Ursachen haben. Meist ist die Ursache der Brennstoff (zu feucht) oder eine zu stark gedrosselte Sekundärluft. Die Sekundärluft ist für die Scheibenspülung verantwortlich. Wenn diese zu weit geschlossen wird, verrußt die Scheibe. Dein Brennholz sollte mit einen Restfeuchteanteil von nicht mehr als 20% haben und mit der Schnittfläche nicht auf die Scheibe zeigen. Die Sekundärluft sollte nur soweit gedrosselt werden, dass die Flamme langsam und gleichmäßig abbrennt. Die Flammen sollten keine am Rand nicht schwarz sein. Das deutet auf zu wenig Verbrennungsluft hin.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  25. Guten Tag Herr Kozlowski,
    ich frage ganz einfach mal bei ihnen um Rat.
    Ich habe im Erdgeschoß einen Kamin (Haus gekauft, war eingebaut und kann nicht die genaue Beizeichnung sagen, einer von Leda).
    Mein Problem ist folgendes: Die Luft zieht er aus dem Raum, doch unter dem Kamin ist ein Durchbruch in den keller gewesen. Wenn draußen die Verhältnisse ungüstig waren, stank es im Haus nach Qualm. Also habe ich ein Rohr dicht an die Deckenöffnung im Keller gemacht und habe das rohr durch die Aussenwand nach aussen verlegt. Verkleidet mit Regips, tapeziert und allen super, kein Qualmgestank und Frischluftzufuhr. Nur nach einem halben Jahr war alles verschimmelt wegen Kondenswasser. Hab im Keller eine Sauna, Trockner und Dusche. Gibt es eine Möglichkeit die Kondensbildung zu umgehen?
    Lg Willer

    • Hallo Herr Willer,

      das lässt sich ganz so einfach nicht beantworten. Die Vermutung, dass durch das verschließen des Deckendurchbruchs die Belüftung für den Kellerraum nicht mehr ausreicht und sich durch die Dusche und durch den Trockner eine hohe Luftfeuchtigkeit bildet liegt nahe. Grundsätzlich raten wir dazu die externe Verbrennungs zu isolieren und eine dichtschließende Absperrklappe zu verbauen. Das reicht in der Regel aus um Kondesatbildung am Rohr zu vermeiden. Wenn die Luftfeuchtigkeit durch die Abwärme des Trockners und durch die Feuchtigkeit der Dusche höher als 50-60 % liegt, muss für eine entsprechende Reduzierung der Luftfeuchtigkeit gesorgt werden.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

      • Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.
        Ich baue dann einen Ventilator in den Duschraum ein, dass er die feuchte Luft nach außen transportiert.
        Wie sieht den diese absperklappe aus?
        Lg

  26. Guten Morgen Herr Kozlowski,
    wir haben uns vor ca. 3 Jahren den Kamin Hark Sinos Ecoplus gekauft und sind sehr zufrieden. Nun bauen wir ein Haus mit einer Be- und Entlüftung. Unser jetziger Kamin hat keine externe Luftzufuhr, diese ist jedoch zwingend vorgeschrieben für das neue Haus. Gern würden wir den bisherigen Kamin mitnehmen. Der Sinos Ecoplus hat jedoch keine Anschlussmöglichkeit für die externe Luftzufuhr. Kann hier trotzdem nachgerüstet werden oder müssen wir uns von unserem tollen Kamin doch trennen?

    • Guten Morgen Frau Stapelfeld,

      es freut uns, dass Sie mit dem Kaminofen zufrieden sind. Es besteht jedoch leider keine Möglichkeit, den Sinos ECOplus mit einem Anschluss für die externe Verbrennungsluftzufuhr nachzurüsten. Wir empfehlen Ihnen, den Kaminofen mit ihrem Haus zu verkaufen und in Ihr neues Haus einen neuen Kaminofen einzubauen. Die Kaminöfen Hark 105 ECOplus und Hark 106 ECOplus sind dem Sinos vom Aussehen und von der Gestaltung des Feuerraums sehr ähnlich und haben eine externe Verbrennungsluftzufuhr. Berücksichtigen Sie bitte, dass Sie mit Ihrem Lüftungsanlagenbauer eventuelle Sicherheitsmaßnahmen in Verbindung mit dem Kaminofen absprechen. Falls es durch den Lüftungsanlagenbauer nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Lüftungsanlage einen Unterdruck im Haus erzeugt, muss ein entsprechender Unterdrucksicherheitsschalter installiert werden. Hierzu können Sie unsere Fachleute aber beim Kauf eines neuen Ofens beraten.

      Viele Grüße

      Joachim Zimmer

  27. Hallo Herr Zimmer,
    das ist natürlich schade, aber vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Viele Grüße

  28. Sehr geehrter Herr Kozlowski,

    wir planen gerade die externe Luftzufuhr für unser EFH. Der Kaminofen soll an einer Außenwand installiert werden. Ein Zuluftkanal (60/200 auf der Bodenplatte im Estrich) ist bereits im Leistungsumfang des Hausbauvertrages inbegriffen.
    Aufgrund der möglichen Problematik von Schwitzwasserbildung / Strömungswiderständen bei Richtungsänderungen / Nachteil von rechteckigen zu runden Querschnitten, fragen wir uns, ob eine Kernbohrung durch die Außenwand (36,5cm Porenbeton ohne Dämmung) auf Anschlusshöhe des Kaminofens nicht sinnvoller und unproblematischer ist.
    Wir sehen die Notwendigkeit eines Zuluftkanals ledigliche dort, wo der Kamin nicht direkt an einer Außenwand steht. Was ist Ihre Meinung hierzu?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort

    • Hallo Herr Bahe,

      in der Tat ist es sinnvoll die Strömungswiderstände so gering wie möglich zu halten. Wenn Sie die Optik nicht stört würde ich zur kurzen Variante mit der Kernbohrung tendieren. Dabei würde ich allerdings auch eine gedämmte Variente einsetzen um Kondenswasserbildung direkt auszuschließen. Da die Funktion des Ofens maßgeblich auch von der Frischluftzufuhr abhängt sind hier „kurze Wege“ besser.

      Viele Grüße

      Michael KOzlowski

  29. Guten Tag Herr Kozlowski,

    wie funktioniert die Belüftung eines Kamins bei einem Edelstahlaußenkamin. Wir bekommen eine zentrale Lüftungsanlage und bauen ohne Keller.

    Vielen Dank im Voraus und Beste Grüße

    Benjamin Zöttl

    • Hallo Herr Zöttl,

      die externe Verbrennungsluftzufuhr kann entweder unter der Bodenplatte mit einem Flachkanal zugeführt werden oder mit einem kurzen Rohr durch die Außenwand. Wird das schon beim Bau berücksichtigt ist der Aufwand relativ gering.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  30. Guten Abend Herr Kozlowski,

    wir leben in einer Mietwohnung, die einen offenen Kamin hat. Was uns verwundert ist, man bekommt das Zimmer ca. 30 qm nicht annähernd geheizt (wir nutzen Bucheholz). Unter dem Kamin ist zu dem Abzug im Kamin einen Klappe, aus der kalte Luft kommt.

    Nun zu unseren (so ganz anderen) Fragen:

    1. Warum heizt der Kamin nicht – gibt es ‚ Schaukamine‘ ohne Heizfunktion oder Fehlkonstruktion?
    2. Welche Funktion hat diese Klappe außen unter den Kamin?
    3. Was ist zu tun, wenn plötzlich starker Wind aufkommt und der Qualm ins Zimmer gedrückt wird, sowie sich noch recht viel Holz im Kamin befindet?

    Wir Greenhorns freuen uns auf Ihre Tipps,

    Ihre Claudia Hofmann

    • Hallo Frau Hofmann,

      ein offener Kamin hat lediglich einen Wirkungsgrad von circa 20%. Der Großteil der erzeugten Wärme geht durch den Schornstein verloren. Ein solcher Kamin ist ausheutiger Sicht ein reiner „Schaukamin“. Neben der minimalen Heizleistung sind die Abgas- und Feinstaubwerte eines solchen Kamins so schlecht, dass der Gesetzgeber nur einen gelegentlicher Betrieb erlaubt (BImSchV, Stufe 2). Zu der Klappe kann ich leider nichts sagen. Dazu müsste die Konstruktion des Kamins bekannt sein. Das bei starkem Wind Rauchgase in den Aufstellraum gedrückt werden, lässt sich bei einem solchen Kamin nicht vermeiden. All dass sind Probleme die bei modernen Kaminen mit Heizeinsatz nicht mehr auftreten. Sie erreichen Wirkungsgrade von bis zu 90% und erzeugen wesentlich weniger Feinstaub und klimaschädliches CO2. Durch die geschlossene Bauweise eines Heizeinsatzes lässt sich die Verbrennung exakt steuern und die Wärmeabgabe an den Aufstellraum maximieren.
      Eine Alternative zur den Heizeinsätzen stellen Heizkassetten dar. Sie werden einfach in den offenen Kamin geschoben und ermöglichen einen sicheren und umweltgerechten Betrieb. Sie erreichen nicht ganz die Effektivität eines Heizeinsatzes. Die Heizkassette stellt jedoch eine merkliche Verbesserung gegenüber dem offenen Kamin dar. Neben der gesteigerten Effektivität sind Heizkassetten auch ein Gewinn an Sicherheit. Durch die rundherum geschlossene Bauweise können weder Funken noch Glut in den Aufstellraum gelangen.

      Wenn der Einbau einer Heizkassette nicht möglich ist oder nicht gewünscht wird, sollte in jedem Falle ein Funkenschutz vor dem Feuer platziert werden.
      Diese gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Ein paar Beispiele finden Sie hier: http://www.hark-shop.de/kaminzubehoer/funkenschutz.html

      Und mehr Infos zu dem Thema Heizkassetten gibt es hier: https://www.hark.de/themenwelten/technik/welche-vorteile-haben-kaminkassetten.html

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

      • Sehr geehrter Herr Kozlowski,

        vielen Dank. Unser Kamin ist im Vergleich zu den abgebildeten zum Thema Heizkassetten nur vorne offen. Vermutlich ist trotzdem eine Nachrüstung möglich, richtig? Was benötigen Sie als Angaben, um einen Kostenvoranschlag auszuarbeiten?

        Beste Grüße
        Claudia Hofmann

        • Hallo Frau Hofmann,

          eine Nachrüstung ist kein Problem. Da die Kassetten auf Maß gefertigt werden und individualisierbar sind bietet Hark einen Messserice an. Nur so ist sichergestellt, dass die Kassette passt und einwandfrei funktioniert. Sie können einfach unter 0800-280-2323 einen unverbindlichen Termin vereinbaren.

          Viele Grüße

          Michael Kozlowski

          • Hallo nochmal,

            ah prima, das nehmen wir Anfang des nächsten Jahres gerne in Anspruch, wenn sich ca. 60 % Energie sparen lässt und die Umwelt mehr geschont wird, überzeugen wir vll. auch unsere Vermieterin sich zu beteiligen. Vll. hat Sie ja auch Vorteile daraus,

            Grüße und einen guten Start in 2017,

            Claudia Hofmann

  31. Sehr geehrter Herr Kozlowski,

    unser RLU Ofen bezieht die Frischluft durch ein Flexrohr, welches unter dem Ofen durch die Erdgeschossdecke und dann durch den Keller nach draussen geführt wird (Gesamtlänge <2m). Wir haben eine KWL. Und Neubau 2012.
    Der Ofen stinkt seit Inbetriebnahme vor 4 Jahren noch immer chemisch von Zeit zu Zeit. Der Ofen ist mit Sicherheit eingebrannt.
    Jetzt habe ich gestern festgestellt, daß das externe Frischluftrohr anscheinend aus 2 Teilen besteht (ich hatte angenommen, daß das Rohr vom Stutzen des Ofens durchgehend bis nach draussen aus einem Teil besteht). Aufgefallen war mir das, weil es unter dem Ofen im Bereich des Anschlussstutzen immer so "windig" war (wir hatten die Tage ja viel Wind draussen). Und tatsächlich : ca. 30cm unter dem Ofen, im Bereich der dicken Kellerdecke, endet das erste kurze Rohstück vom Ofen und ein zweites Rohr wird sichtbar.
    Kann das die Ursache für den chm. Geruch sein? Also der Ofen zieht die Frischluft nicht nur von draussen an, sondern zu einem Bruchteil (?) auch aus dem Wohnzimmer? Könnte es sein, daß dadurch der durch die KWL erzeugte Unterdruck noch größer wird? Wenn der Unterdruck größer wird als die maximale Druckdifferenz des RLU Ofen könnten doch Abgase im Wohnzimmer landen?

    Gruß
    T.Berger

    • Hallo Herr Berger,

      bei einem RUA Ofen muss die Verbrennungsluftzufuhr angeschlossen sein. In der Regel wird dazu ein Alu-Flexrohr verwendet. Das Rohr wird mit Rohrschellen fixiert, um ein abrutschen vom Anschlussstutzen zu verhindern und die Dichtigkeit zu gewährleisten. Welches Rohr jetzt wohin geht, kann ich ohne Fotos vom Ofen und von den Anschlüssen leider nicht beurteilen. Sicherstellen, dass die Frischluftversorgung dicht am Ofen angeschlossen ist. Es ist durchaus denkbar, dass die Lüftungsanlage hier Rauchgase in den Aufstellraum saugt. Das ist sehr gefährlich. Hier besteht akute Vergiftungsgefahr. Sie sollten den Ofen keinesfalls bis zur Klärung des Problems in Betrieb nehmen. Wenn der chemische Geruch dann immer noch auftaucht sollten Sie den Ofen einige Stunden mit Volllast betreiben. Bei einem Hark-Ofen wird empfohlen die dopplete Menge an Holz als normal aufzulegen. Eine gute Durchlüftung des Aufstellraums muss ebenfalls sichergestellt werden. Der Einbrennvorgang kann einige Zeit dauern. Der Korpus benötigt eine Weile bis er an allen Stellen entsprechend heiß geworden ist. Sollte der Geruch immer noch auftauchen, sollte der Wandanschluss auf eventuell nicht geeignete Baustoffe überprüft werden.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  32. Sehr geehrter Herr Kozlowski,
    mein favorisierter Kaminofen hat bedauerlicherweise keine externe Verbrennungsluftzuführung.

    Einbausituation:
    Neubau in Holzrahmenbauweise mit kontrollierter Wohnraumlüftung und Differenzdruckwächter
    Aufstellort im Erdgeschoss mit ca. 250 m³ Raumvolumen (angrenzender offener Flur im DG mit ca. 50 m³)
    Kaminofen mit Nennwärmeleistung 4 kW (Hark 127)
    Nachtrag:
    Das Haus nur eine sehr geringen Wärmebedarf (ca. 4,2 kW bei Normaußentemperatur -16°C).
    Daher wird der Kaminofen vermutlich nur sehr sporadisch für 1…2 Abbrände/Tag genutzt werden. Ein Dauerbrand kann ausgeschlossen werden.

    Wie ist die Situation zu bewerten?
    Kann auf eine externe Verbrennungsluftzuführung verzichtet werden?
    Bisher habe ich zu diesem Thema leider nur sehr widersprüchliche Aussagen zu hören bekommen.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
    Toni Kraus

    • Hallo Herr Kraus,

      das ist in der Tat ein sehr komplexes Thema.

      Unter sehr speziellen Voraussetzungen kann auf eine externe Verbrennungsluftzuführung verzichtet werden. In Ihrem Fall muss sichergestellt werden, dass die Lüftungsanlage unter keinen Umständen einen Unterdruck der > 4 Pascal erreicht. Dies darf auch nicht im Störungsfall geschehen. Dann wäre der Betrieb ohne externe Verbrennungsluftzuführung möglich. Dazu benötigen Sie noch eine schriftliche Bestätigung des Lüftungsanlagenbauer. Mit einem P4 Unterdruckwächter könnte dieses Problem ebenfalls beseitigt werden.

      Ich persönlich würde von einer solchen Konstellation jedoch abraten und einen Ofen mit externer Verbrennungsluftzufuhr wählen. In Verbindung mit dem Unterdruckwächter wäre das eine sichere und auch nutzbare Kombination.
      Ohne die externe Verbrennungsluftzufuhr wird der USA wahrscheinlich permanent die Lüftungsanlage ausschalten. Wenn diese auch noch mit der zentralen Brauchwasserbereitung gekoppelt ist, wird diese ebenfalls ausgeschaltet.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  33. Sehr geehrter Herr Kozlowski,
    vielen Dank für Ihr rasches Feedback.

    Der Einbau eines Differenzdruckwächters ist beabsichtigt und m.W. bei Öfen ohne dibt-Zulassung obligatorisch.
    Ein KWL-Hersteller, der einen Unterdruck von bei 4 kW Heizleistung also 40 m³/h Verbrennungsluft.

    Raumvolumen Aufstellort: 250 m³ (ohne Berückscihtigung der Galerie)
    empfohlene Luftwechselrate (ohne Berücksichtigung eines Kaminofens): 0,5 /h
    250 m³ * 0,5 /h = 125 m³/h

    Das würde bedeuten, dass selbst wenn die KWL lediglich mit 30% des empfohlenen Luftwechsels arbeitet, dem Kaminofen ausreichend frische Luft zur Verfügung steht.

  34. Bitte vorherige Antwort löschen, hier sind bei der Übertragung Textpassagen verloren gegangen:

    Sehr geehrter Herr Kozlowski,
    vielen Dank für Ihr rasches Feedback.

    Der Einbau eines Differenzdruckwächters ist beabsichtigt und m.W. bei Öfen ohne dibt-Zulassung obligatorisch.
    Ein KWL-Hersteller, der einen Unterdruck von < 4 Pa schriftlich bestätigen kann ist mir nicht bekannt. Sollten Sie anderslautende Informationen haben, wäre ich Ihnen für einen entsprechenden Tipp sehr verbunden.

    Mein Lösungsansatz der für einen raumluftabhängigenBetriebn sprechen könnte bzw. würde:

    benötige Verbennungsluft: ca. 10 m² je kW Heizleistung und Stunde (10 m³/kWh)
    Bei 4 kW Heizleistung werden stündlich also ca 40 m³/h Verbrennungsluft benötigt.

    Raumvolumen Aufstellort: 250 m³ (ohne Berückscihtigung der Galerie)
    Die empfohlene Luftwechselrate (ohne Berücksichtigung eines Kaminofens) beträgt 0,5 /h.
    Das ergibt im vorliegenden Fall einen stündlichen Luftwechsel von 250 m³ * 0,5 /h = 125 m³/h

    Das bedeutet, dass selbst wenn die KWL lediglich mit 30% des empfohlenen Luftwechsels arbeitet, dem Kaminofen ausreichend frische Luft zur Verfügung steht.

  35. Hallo Herr Kozlowski. Für einen Für einen Kachel Ofen ( Neubau) im Ausland Sagte mir der dortige Ofenbauer, ich solle zu meinem festgelegten Platz, wo der Ofen mal hinkommt eine externe Frischluftzufuhr verlegen. Dies ist noch kein Problem, weil der Estrich noch nicht verlegt wurde.Länge wären ca. 3m zur Außenwand. Kanal ist also kein Problem. Aber was benötigt man alles an Klappen? Mfg Thomas

  36. Hallo Herr Kozlowski.
    Habe in meinem Neubau einen Schiedelkamin 18 TL verbaut, der eine separte Kammer für Frischluft hat, einen sogenannten Thermo-Luftzug: 10 x 23 cm . Habe leider das Problem, dass von Mitte Rauchrohr bis Oberkante Kamin nur eine Länge von 2,5 m vorhanden ist. Der Kamin hat eine Gesamtlänge von 7,66 m.
    Im Haus ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung verbaut. Gibt es überhaupt einen passenden Ofen, der mit dem zu erwartenden Kaminzug zurecht kommt?
    Bin noch gerade im Rohbau. Kann man durch die Verlegung eines Frischluftrohres, das die Frischluft nicht aus dem Thermoluftzug holt, sondern die Luft ca 4 m unterhalb des Rauchrohranschlusses ansaugt, (also im ebenerdigen Kellergeschoss) an Kaminzug dazugewinnen?

    MfG und Dank
    Stefan Luff

    • Hallo Herr Luff,

      das scheint mir ein sehr komplexes Projekt. Eventuell reicht es aus den Schornstein etwas zu erhöhen. Hier könnte eine Schornsteinberechnung einen ersten Anhaltspunkt liefern. Mittlerweile gibt es keine Mindestlängen mehr. Erlaubt ist was positiv zu berechnen ist. Die Verbrennungsluftzufuhr würden wir auch separat realisieren. Bei einem System-Schornstein kann es im Verbrennungsluftkanal zu einem Schornsteineffekt kommen. Der Ofen muss die Verbrennungsluft gegen diesen Unterdruck ansaugen. Dadurch kann sich das Brennverhalten verschlechtern. Die Verbrennungsluft sollte einen möglichst kurzen Weg haben. Meist ist das am einfachsten direkt durch die Wand zu realisieren.
      Die kontrollierte Wohnraumbelüftung sorgt für zusätzliche Probleme. Der Kamin/Kaminofen muss durch einen Unterdruckwächter so abgesichert werden, dass zu keiner Zeit ein Unterdruck größer als 4 Pascal entstehen kann. Wenn die Lüftungsanlage eigensicher ist, kann auf diese zusätzliche Absicherung verzichtet werden. Eine weitere Option den geringen Schornsteinzug auszugleichen, wäre ein Rauchsauger.

      Optionen sind also vorhanden. Was funktioniert muss man wirklich detailliert ermitteln.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  37. Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

    Mfg Stefan Luff

  38. Sehr geehrter Herr Kozlowski,

    ist es ratsam bei einer externen Luftzufuhr (über Kellerdecke) diese nicht direkt am Kamineinsatz anzuschließen sondern nur daneben/unter dem Kamin mit einer Luftklappe in den Raum zu führen?

    …damit der Kamin über das Lüftungsgitter auch die bereits aufgewärmte Raumluft ziehen kann und nicht nur die reine Kaltluft oder bringt das keine Vorteile sondern nur Nachteile?

    Freundliche Grüße und besten Dank

    • Hallo Herr Wimmer,

      wenn Sie sich entschließen die externe Verbrennungsluft zu nutzen, sollten Sie auch die Leitung an den Heizeinsatz anschließen. Wenn die Verbrennungsluftleitung nur im Sockelbereich an den Heizeinsatz herangeführt aber nicht angeschlossen wird, kann es zu Zugerscheinungen kommen. Es macht keinen Sinn die bereits erwärmte Raumluft als Verbrennungsluft zu nutzen. Diese bereits erwärmte Raumluft müsste durch kalte Frischluft ersetzt werden. Das vermindert die Effizienz und verbessert nicht das Brennverhalten des Kamineinsatzes.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  39. Guten Tag,
    ich habe eine Frage zur Ext. Luftzufuhr. Bei dem Kaminofen »Taifun« z.B. steht das er ext. Luftzufuhr hat. Meine Frage hierzu wäre ob ich das auch nutzen muss? Weil in der Beschreibung steht ja „kann“ (Hier kann Verbrennungsluft aus dem Freien zugeführt werden, falls der Ofen nicht genug Sauerstoff zieht.)

    Ich wohne in einem Altbau haus von 1962 und es ist nicht so dicht das ich das zwingend brauche daher wollte ich mir den Aufwand für so eine Kernbohrung gerne sparen.

    • Hallo Timo,

      wie in der Beschreibung ja erwähnt, ist unter normalen Umständen die Nutzung der externen Verbrennungsluftzufuhr eine „kann“ und keine muss Option. Für den Ofen ist es unerheblich woher die Verbrennungsluft stammt. Wenn keine unterdruckerzeugenden Lüftungsanlagen im Raumluftverbund zu finden sind, spricht nichts gegen einen Betrieb mit reiner Raumluft.
      Viele Grüße

      Michael Kozlowski
      (Hark GmbH & Co. KG)

  40. Vielen Dank für die schnelle Antwort. Dann bin ich diesbezüglich ja auch schlauer geworden.

  41. Ist bei einem raumluftunabhängigen Ofen (gemäß DIBT) mit externer Frischluftzufuhr nach wie vor ein Schutzkontakt für die Dunstabzugshaube notwendig?

    • Hallo Stefan,

      wenn deine Dunstabzugshaube einen Unterdruck von mehr als 8 Pascal erzeugt, musst du den Fensterkontaktschalter installieren. Ist sichergestellt, dass der Unterdrück immer geringer als 8 Pascal ist, kannst du auf den Schalter verzichten.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  42. Ich habe einen zweizügigen Fertig-Kamin mit Frischluftzufuhr. Für diese externe Luftzufuhr ist kein Stutzen, sondern nur ein Loch mit großer Gummi-Dichtung vorgesehen. (Vgl. http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=32877_2 )

    Der Standard-Anschluss via Aluflexrohr an unseren Hark-Ofen würde daher nicht funktionieren (schliesst nicht dicht, würde sich zusammendrücken). Was wäre der richtige Weg?

  43. Hallo,
    ich werde im Netz leider nicht fündig.
    Ich habe ein kleine Hütte, die mit 2 Ofen bestückt ist. Keiner hat einen externen Zuluftanschluss.
    Ich würde aber, der Sicherheit wegen, gerne einen Anschluss legen.
    Bringt es was, wenn ich in die Aussenwand ein Loch (Durchmesser ?) mache und
    ein Rohr bis unter oder neben den Ofen lege ?
    Einer ist ein kleiner Dauerbrandofen und einer ist ein Wamsler Kochherd, beide mit Holzbefeuerung.
    Es ist vom Vorbesitzer noch eine Luftrohrleitung (100mm) von der Küche ins Bad mit einem Rohrventilator, der die warme Luft aus der Küche ins Bad transportiert.

    • Hallo Rolf,

      leider ist es so einfach nicht. Die externe Verbrennungsluft muss auch mit dem Ofen verbunden werden. Da nur so ein geschlossenes, funktionierendes System zustande kommt. Wenn du einfach nur ein Rohr in die Nähe des Ofens führst, kommt es zu einem unkontrollierten Luftaustausch. Zugluft kann entstehen. Es wäre der gleiche Effekt, als wäre ein Fenster geöffnet.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  44. Hallo Herr Kozlowski,

    ich habe in meinem Haus einen raumluftunabhängigen Kaminofen. Heute ist es nun sehr stürmisch draußen und der komplette Rauch ging nicht durch den Kamin, sondern drückte aus dem geschlossenen Kamin heraus. So habe ich das noch nie erlebt, ich musste das teils schon brennende Holz ausräumen und auf die Terasse stellen. Ist so ein Kamin nicht hermetisch abgeschlossen? Darf so etwas passieren oder sind hier Produktmängel die Ursache?

    Viele Grtüße

    • Hallo Herr Baersch,

      eine raumluftunabhängige Feuerstätte ist nur bis zur einem Unterdruck von 8 Pascal geprüft und dicht. Im Umkehrschluss bedeutet dass, die Feuerstätte ist auch nur bis zu einem Überdruck von 8 Pascal dicht. Wird jetzt durch die Windverhältnisse die Luft mit mehr als 8 Pascal in den Schornstein gedrückt, kann es zum Rauchaustritt im Wohnraum kommen. Ein Defekt liegt in diesem Fall nicht vor. Das ist bei allen RUA Feuerstätten gleich.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  45. Hallo Herr Kozlowski, wir haben vor kurzem ein Gebäude mit einem Hark Radiante 70/10 (Hark Rustico 6N ) erworben….. nun haben wir das Problem das jedesmal beim auflegen von Holz , es aus der Ofentür rausqualmt….und nicht sehr schön im Zimmer nach Qualm stinkt. Der Kamin hat keine Frischluftzufuhr, würde eine Frischluftzufuhr das Problem beheben? wenn ja was für einen Querschnitt emfehlen Sie? die FL-Zufuhr länge würde ca. 6 Meter /1×90 grad Betragen…..
    Der Kamin ist an einem Schornstein 200mm angeschlossen OK-Rauchrohr-Eintritt bis zur Mündung 4 Meter…Ist der Schornstein mit seinen 200mm Durchmesser vieleicht etwas zu groß dimensioniert oder ist der Schornstein mit 4 Meter zu kurz ?? Was würden Sie hier für eine Optimale Schornsteinlänge emfehlen?oder liegt das ganze Problem an der Umlenkplatte im Kamin? Ist die Kamintür leicht /Spalt geöffnet ist deutlich eine Luftzug zu hören und das Feuer brennt viel besser.

    • Hallo Herr Rudolfski,

      Sie könnten folgendes Versuchen:
      Primärluft ganz öffnen und kurz warten
      Tür entriegeln und kurz warten (der Schornstein benötigt Zeit auf die geänderten Druckverhältnisse zu reagieren)
      Tür langsam einen Spalt öffnen und wieder kurze warten
      Tür langsam ganz öffnen
      Holz nachlegen
      Tür schließen

      Die Länge vor Schornstein scheint mit 4,0 Metern etwas knapp. Eventuell wird dem Heizeinsatz auch nicht genügend Verbrennungsluft zugeführt. Das lässt sich leicht testen: Brennt das Feuer mit einem gekippten Fenster besser? Dann könnte das ein Problem sein. Oft treten solche Probleme auf, wenn Fenster und Türen getauscht wurden oder neu abgedichtet wurden. In dem Fall wäre die Verbrennungsluftleitung eine gute Idee. Der Durchmesser sollte 150 mm betragen. Die Länge und der Bogen sind kein Problem. Allerdings solltest du eine dichtschließende Klappe berücksichtigen. Da der Heizeinsatz keinen direkten Verbrennungsluftanschluss vorweisen kann, besteht nur die Möglichkeit die Luft im unteren Bereich zuströmen zu lassen.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

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