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Tipps & Tricks

ECOplus-Filter reinigen

ECOplus-Filter reinigen

| 7 Kommentare

Immer mehr moderne Feuerstätten verfügen über Filtertechnologien. Die keramischen ECOplus-Filter von Hark sind seit mehreren Jahren auf dem Markt und entsprechend weit verbreitet. Sie sind selbstreinigend und funktionieren ohne Mechanik, Elektronik oder sonstige Technik. Um eine optimale Funktion und eine lange Haltbarkeit sicher zu stellen, müssen diese Filter regelmäßig gereinigt werden. Die Reinigung kann leicht in Eigenregie ohne großen Aufwand vorgenommen werden. Für die Reinigung der Feinstaubfilter wird kein Spezialwerkzeug benötigt. Ein Staubsauger, Brausestrahl oder eine Druckluftpistole reichen für die Reinigung der ECOplus-Filter völlig aus.

Abgelagerte Partikel werden verbrannt

Die ECOplus-Filterelemente bestehen aus einer speziellen Schaumkeramik, deren Zellen trotz kompakter Außenmaße eine sehr große Oberfläche bilden. Die große Oberfläche bietet in Verbindung mit der verwinkelten Zellstruktur eine sehr gute Aufnahmefläche für Partikel (Kleinstteile, Staub, Ruß, Schadstoffe) im Rauchgas der Feuerstätte. In den Kaltphasen der Verbrennung (Anheizen, Abkühlen, Schwachlast) lagern sich solche Partikel auf der Filterfläche ab. Wenn die Betriebstemperatur erreicht ist (Nennwärmeleistung), wird der Filter so heiß, dass die abgelagerten Partikel verbrennen und ein Selbstreinigungseffekt eintritt. Nachdem der Feinstaub-Filter auf Betriebstemperatur aufgeheizt wurde, verbleiben im und am Feinstaub-Filter nur noch wenig Partikel, die auch mit hoher Hitze nicht nachverbrennbar sind. Diese Partikel sind zum überwiegenden Teil nicht mehr gesundheitsschädlich. Je nach Betriebsweise und verwendeten Brennstoffen (Art und Qualität), müssen die Filter ab und an gereinigt werden. Dazu können die Filterelemente vorsichtig aus dem Feuerraum entnommen werden. Je nach Modell unterscheidet sich die Vorgehensweise beim Ausbau der Filter. In der Anleitung sollten dazu detaillierte Informationen zu finden sein. Zum Reinigen der ECOplus-Filter gibt es drei unterschiedliche Methoden. Die effizienteste ist die Reinigung mit einem Wasserstrahl.

ECOplus-Filter mit Wasser reinigen

Die Filterelemente können unter laufendem Wasser ausgespült werden. Optimal ist ein weicher Brausestrahl. Vor dem Wiedereinbau müssen die Filter komplett getrocknet sein.

ECOplus-Filter mit Druckluft ausblasen

ECOplus-Filter reinigenWenn ein Luftkompressor vorhanden ist, kann man die Filterelemente gegebenenfalls vorsichtig im Freien ausblasen (Luftdruck einregulieren, bzw. Luftpistole nicht direkt auf den Filter aufsetzen). Dabei sollten Sie eine Schutzbrille tragen. Der Luftdruck sollte nicht so hoch sein, dass die Filterelemente beschädigt werden. Die Microstruktur der Filter kann bei einem zu hohen Luftdruck beschädigt werden.

ECOplus-Filter absaugen

Unkompliziert und einfach ist das beidseitige Absaugen der Filterelemente mit einem weichen Bürstenaufsatz für den Staubsauger. Wenn man einen neuen oder gereinigten Filter gegen das Licht hält, muss ein Durchlass optisch erkennbar sein (Lichtpunkte erkennbar).

Innenraum der Feuerstätte regelmäßig reinigen

ECOplus-Filter reiningenDer Innenraum des Kaminofens muss in Abhängigkeit von der Nutzungsintensität und den verwendeten Brennstoffen ebenfalls regelmäßig von losem Ruß und Asche befreit werden. Oberhalb der Schaumkeramik-Filter befinden sich gegebenenfalls noch weitere Rauchgasumlenkplatten. Die Umlenkplatten können vorsichtig aus dem Feuerraum entnommen werden. Die Rußablagerungen werden dann mit einem geeigneten Werkzeugen und / oder einem Industriestaubsauger entfernt. Der restliche Feuerraum und der Einschub für den Aschekasten unterhalb des Gussrostes kann gründlich mit einem Industriestaubsauger ausgesaugt werden. Chemische Reinigungsmittel sind in aller Regel nicht nötig oder vorteilhaft. Fester anhaftende Rückstände im oberen Bereich des Feuerraums (Rauchsammler) lassen sich bei Bedarf mit einer handelsüblichen Kesselreinigungsbürste aus Kunststoff entfernen.

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Autor: Michael Kozlowski

Ich bin Worldwideweb-User der ersten Stunde und arbeite seit über 20 Jahren für das Duisburger Traditionsunternehmen Hark. Ich schreibe hier zum Thema Kamine und Kachelöfen. Gerne greife ich Fragen oder Themenvorschläge von euch auf.

7 Kommentare

  1. Schön und gut, aber….

    Meine Erfahrungen mit meinem Hark Kaminofen ist vom Anfang an schlecht.
    Schon mein Schornsteinfeger sagte mir bei der Abnahme:
    „Sie werden wenig Freude mit dem Ofen haben.“
    Leider hat er Recht gehabt.

    Der Filter soll selbstreinigend sein, muss aber gereinigt werden.
    Das ist doch schon ein Wiederspruch.

    Der Filter verstopft ständig und der ganze Rauch kommt in die Räume sobalt man die Feuertür öffnet.

    Die Reinigung der Filter ist sehr umständlich. Von wegen selbstreinigend.

    Wer hat den bitte einen Kompressor im Wohnzimmer zum Durchpusten stehen.

    Auch der Ausbau und die Reinigung mit Wasser ist eine sehr schmutzige angelegenheit.
    Es geht zudem jedemenge wasser flöten und die filter können nass nicht verbaut werden und trocknen sehr lange.

    Zudem ist jede berührung der Filter Gift für diese. Da sie sehr spröre sind und schnell brechenkönnen ohne Vorwarnung.

    • Hallo Tim,

      die Filter verstopfen nicht ohne Grund. Entweder kommt ein nicht geeigneter Brennstoff zum Einsatz (zu hohe Restfeuchte) oder aber der Ofen wird nicht gemäß der Anleitung bedient. Auch das Rauch in den Aufstellraum entweicht deutet auf eine Fehlbedienung oder einen zu geringen Schornsteinzug hin.
      Oft kommt es zu Filterverstopfungen wenn die Leistung des Ofens über die Luftregler eingestellt werden soll. Wird die Sekundärluft nach der Anbrandphase zu stark gedrosselt, entsteht unverhältnismäßig viel Ruß und die Temperatur im Brennraum sinkt. Als Folge davon verbrennt der sich am Filter absetzende Ruß nicht mehr und verstopft diesen. Das Holz sollte mit langer Flamme bis an den Filter heran brennen. Die Flammen sollten keine schwarzen „Kränze“ haben. Das ist ein Hinweis auf eine zu geringe Frischluftzufuhr. Du kannst die Filter auch vorsichtig absaugen. Ein Ausbau entfällt dann. Aus der Erfahrung kann empfohlen werden, die Filter auszuwaschen. Hierbei ist das Reinigungsergebnis am Besten.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

      PS: Die Leistung des Ofens wird über die Menge des aufgelegten Holzes reguliert. Die Luftregler dienen zur Feinjustierung und nicht zur Leistungseinstellungen. Primärluft sollte geschlossen und Sekundärluft so weit wie möglich geöffnet sein. Dann verbrennt das Holz optimal.

  2. Hallo an Alle.
    Ich habe seit ca. 2011 den Hark 34 GT ECOplus mit Speckstein und bin echt zufrieden. Meine Filter reinige ich mit dem Mitgelieferten Hangfeger regelmäßig. Heraus nehme ich die Filter maximal 2 mal im Jahr. Bin mit Ihnen nach draußen und habe sie mit dem Handfeger beidseititg abgefegt. Dies hat mir noch nie Probleme gemacht. Beim Entnehmen und Einsetzten muss man etwas vorsichtig sein. Die Filter sind sehr leicht und bestimmt schnell kaputt, aber „Bröselig“ sind sie bis heute nicht. Und ich halte mich daran, das ich die Steuerung der Luft erst benutze, wenn sich der Ofen kompl. sauber gebrannt hat.
    Ich gebe den HARK-Beratern recht, das die Filter sich nicht einfach so zusetzten. Eines Tages habe ich mal Holz benutzt dessen Restfeuchte zu hoch war. Der Kamin sah von innen aus wie „sau“. Oder man nutzt die Primärluft.- oder Sekundärluftregler falsch.
    Zu wenig Luft = schlechte verbrennung = viel Ruß
    Die beigelegte Anleitung, die DVD und die Beiträge auf der Homepage sind echt hilfreich.
    Ich bereue absolut nicht das ich den Ofen gekauft habe.

    Grüße
    Christian

  3. Sehr geehrter Herr Kozlowski,

    wir haben seit Oktober 2016 unseren Kaminofen (Hark Eco Vito) in Betrieb und sind bisher absolut zufrieden (gute und ausreichende Wärmeabgabe zum Pufferspeicher, optimale Luftwärmeleistung, lange Speicherfähigkeit der Ofenkacheln, verkleidete Rückwand für die Leitungen der Wasserführung, tolle Optik).

    Eine Frage zu den Keramikfiltern: Warum bedecken diese nicht den kompletten oberen Teil des Feuerraumes bzw. der Rauchgasabführung? Der Halterahmen der Filter liegt nur im hinteren Teil des Feuerraums. Ein Teil der Rauchgase kann also immer (konstruktionsbedingt) im vorderen Bereich an den Filtern vorbei in Richtung Rauchrohr.
    Ansonsten gibt es hinsichtlich der Filter bisher keine Beanstandungen… man kann deutlich beobachten, wie bei hohen Temperaturen der angelagerte Ruß verbrannt wird.

    Beste Grüße

    • Hallo Herr Klein,

      diese kleine Öffnung ist konstruktionsbedingt. Sie sichert die Abfuhr Rauchgase auch bei verstopften Filtern. Normalerweise sorgt die Thermik im Brennraum dafür, dass die Abgase zuerst durch den Filter geführt werden. Erst wenn dieser verschmutzt ist, gelangen die Rauchgase durch den Schlitz in den Schornstein.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

  4. Hallo Herr Kozlowski,

    ich lebe im stuttgarter Talkessel. Dort steht am Luftausgang die Feinstaubmessstelle, welche deutschlandweit als erste immer die 35 Tage Grenzwertüberschreitung misst. Seit der letzten Heizperiode werden in Stuttgart! Holz(komfort)heizungen hinter dem Verkehr als signifikanter Feinstaubliferant benannt. Holzkomfortheizungen sollen jetzt bei Feinstaubalarm ,zB heute, ausbleiben. 2018 drohen Fahrverbote. In der Vergangenheit ist Stuttgart im Talkessel mit Brandverboten für Kohle und Öl offensiv umgegangen.
    Gibt es für Schauöfen auch Feinstaubfilterlösungen? Gibt es theoretisch Nachrüstbarkeit ?

    mit freundlichem Interesse
    Thomas Arweiler

    • Hallo Herr Arweiler,

      es gibt eine ganze Menge Feuerstätten mit der Hark-ECOplus-Filtertechnik. Leider differenziert der Gesetzgeber hier nicht nach Schadstoffemissionen. Das Verbot wird generell ausgesprochen – unabhängig von den tatsächlichen Feinstaubemissionen einer Feuerstätte. Die ECOplus-Geräte liegen mit den Emissionswerten weit unter den in der BimSchV, 2. Stufe geforderten Grenzwerten.

      Eine Nachrüstung ist leider nur theoretisch möglich. Da die alte Feuerstätte durch den Einbau von Filtern verändert wird, erlischt die Betriebserlaubnis. So müssten alle Feuerstätten die umgerüstet werden einer erneuten Prüfung unterzogen werden (die betroffenen Feuerstätten sind in der Regel weit über 10 Jahre alt). In den letzten Jahren hat sich die Verbrennungstechnik enorm weiterentwickelt. Luftführungen, Brennraumauskleidung, Feuerraumgeometrie usw. bilden ein kompliziertes System bei dem alle Komponeten aufeinander abgestimmt sind. In der Summe wird so eine sparsame, schadstoffarme Verbrennung etabliert, bei der die Filter nur ein Bauteil einer ganzen Reihe von Maßnahmen sind. Neben den direkt im Ofen verbauten Filtern gibt auch aktive Filtersysteme auf dem Markt die im Schornstein verbaut werden. Allerdings müssen diese auch regelmässig gewartet und gereinigt werden. Zusätzlich ist eine Stromversorgung notwendig. Eine solche Nachrüstung steht preislich meist in ein keinem Verhältnis zu einer Neuanschaffung einer aktuellen Feuerstätte.

      Viele Grüße

      Michael Kozlowski

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